Der traditionsreiche Motorenbauer DEUTZ erlebt nach einem spektakulären Höhenflug eine abrupte Korrektur. Am Montag hatten die Papiere noch ein neues 52-Wochen-Hoch bei 10,60 Euro markiert – der höchste Stand seit Mitte 2007. Doch was folgte, dürfte so manchen Anleger überrascht haben.
Bereits einen Tag später, am Dienstag, rutschte die Aktie im XETRA-Handel um bis zu 5 Prozent auf 10,00 Euro ab. Das frisch erreichte Mehrjahreshoch ist damit schnell wieder in die Ferne gerückt. Klassische Gewinnmitnahmen nach einer derart dynamischen Rally – oder steckt mehr dahinter?
Rüstungsphantasie als Kurstreiber
Verantwortlich für den rasanten Anstieg waren laut dpa-Berichten vor allem Spekulationen auf ein verstärktes Engagement im Rüstungsbereich. Im noch jungen Börsenjahr 2026 hat die DEUTZ-Aktie bereits 17 Prozent zugelegt. Bemerkenswert: Schon 2025 hatte sich der Kurs mehr als verdoppelt.
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Die Erwartungen sind also extrem gestiegen. DEUTZ wandelt sich vom klassischen Motorenbauer hin zu einem diversifizierten Technologieunternehmen mit mehreren Standbeinen. Konzernchef Sebastian Schulte bekräftigte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die laufende Transformation des Unternehmens.
Neue Geschäftsfelder im Visier
Die strategische Neuausrichtung nimmt konkrete Formen an. Im Dezember kündigte DEUTZ die Übernahme des niedersächsischen Unternehmens Frerk an – ein Schritt, der die Wachstumsambitionen unterstreicht. Zusätzlich setzt der Konzern auf ein weiteres Zukunftsfeld: Anwendungen rund um Rechenzentren. Ein Bereich, der angesichts des KI-Booms massiv wächst.
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Analysten bleiben optimistisch
Trotz der jüngsten Korrektur zeigen sich Experten geschlossen positiv. Laut TipRanks empfehlen alle drei vorliegenden Analysten die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 10,75 Euro – und damit sogar noch leicht über dem aktuellen 52-Wochen-Hoch. Die Analysten trauen DEUTZ also noch einen weiteren Sprung nach oben zu, wenn auch nur einen kleinen.
Die Frage bleibt: War der Rücksetzer am Dienstag nur eine gesunde Atempause nach dem steilen Anstieg – oder der Beginn einer größeren Korrektur? Die kommenden Handelstage dürften zeigen, ob die Bullen stark genug sind, um die Aktie erneut über die 10,60-Euro-Marke zu hieven.
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