Die Aktie der DHL Group verzeichnet am heutigen Montag einen Kursrückgang von 2,9 Prozent auf 56,92 Euro, nachdem das Papier am Freitag noch bei 58,60 Euro aus dem Handel gegangen war. Der Bonner Logistikkonzern hatte am Freitag nach Börsenschluss vorläufige Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt und zugleich seine Jahresprognose für das Gesamtjahr 2026 heraufgesetzt.

Das Unternehmen begründete den optimistischeren Ausblick mit einer anhaltenden Ergebnisdynamik, die sich vor allem im Expressgeschäft zeigte, sowie mit ersten Signalen für ein robustes Schlussquartal.

Starkes Expressgeschäft stützt operatives Ergebnis

Nach den vorgelegten Eckdaten erzielte der Konzern im dritten Quartal einen vorläufigen Umsatz von rund 22,6 Milliarden Euro. Das berichtete operative Konzernergebnis (EBIT) bezifferte das Unternehmen auf rund 1,71 Milliarden Euro. Als wesentlicher Treiber erwies sich die Sparte DHL Express, deren EBIT auf rund 1,035 Milliarden Euro kletterte – im Vorjahresquartal hatte der Wert noch bei 692 Millionen Euro gelegen.

Angesichts dieses Verlaufs hob das Management die operative Zielmarke für das gesamte Geschäftsjahr an. Für das berichtete Konzern-EBIT 2026 peilt die DHL Group nun einen Wert von über 7,0 Milliarden Euro an. Zuvor war die Unternehmensführung von einem operativen Ergebnis von über 6,5 Milliarden Euro ausgegangen.

Auch beim Free Cashflow zeichnet sich eine Verbesserung ab. Ohne Berücksichtigung von Netto-M&A-Transaktionen rechnet der Vorstand für 2026 nun mit über 3,2 Milliarden Euro, verglichen mit der bisherigen Schätzung von rund 3,0 Milliarden Euro.

Analysten bestätigen positive Einstufungen

In Reaktionen auf die vorgezogenen Eckdaten äußerten sich Analysehäuser wohlwollend zur Geschäftsentwicklung. JPMorgan beließ die Einstufung für die DHL Group am Freitag auf „Overweight“ und behielt das Kursziel von 65 Euro bei.

Medienberichten zufolge bestätigte auch RBC Capital Markets am selben Tag sein Votum mit „Outperform“ sowie einem Kursziel von 67 Euro, nachdem die Bank die Bewertung der Aktie erst am Donnerstag zuvor mit diesem Votum aufgenommen hatte.

Gleichzeitig justierte der Konzern seine Investitionsplanung für das laufende Jahr nach oben. Die geplanten Sachinvestitionen beziffert DHL nun auf rund 3,6 Milliarden Euro; zuvor lag der vorgesehene Korridor bei 3,0 bis 3,3 Milliarden Euro.

Neben den Investitionen in die operative Infrastruktur setzte das Unternehmen im bisherigen Jahresverlauf sein Kapitalrückführungsprogramm fort: Im Zeitraum vom 10. August bis einschließlich 9. Oktober erwarb der Konzern insgesamt 2.973.577 eigene Aktien im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms.

Die vollständigen und detaillierten Ergebnisse für das abgelaufene dritte Quartal will die DHL Group am 5. November vorlegen.