Der neue Diageo-Chef Dave Lewis krempelt den Spirituosenkonzern um. Laut Financial Times plant er einen massiven Umbau der Führungsebene – mehrere Mitglieder des 14-köpfigen Executive Committee müssen gehen. Die Botschaft ist klar: Nach Jahren der Selbstgefälligkeit soll ein frischer Wind durch die Konzernzentrale wehen.
Komplette Managementebenen auf dem Prüfstand
Lewis, der im vergangenen Jahr die Führung des Johnnie Walker- und Guinness-Herstellers übernommen hat, bereitet laut Insidern einen „grundlegenden Wandel“ vor. Eine mit der Sache vertraute Person beschreibt gegenüber der FT die Probleme bei Diageo deutlich: Das Unternehmen mit über 29.000 Mitarbeitern sei selbstzufrieden geworden, Entscheidungsprozesse unnötig kompliziert.
Die Pläne gehen weit über einzelne Personalwechsel hinaus. Lewis erwägt dem Vernehmen nach, ganze Managementebenen zu streichen. Bei der Präsentation der Zwischenergebnisse in der kommenden Woche werden zwar noch keine konkreten Personalentscheidungen erwartet. Investoren rechnen jedoch damit, dass der CEO seinen Umbauplan zeitnah vorstellen wird.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Diageo?
Strukturreform statt kosmetische Korrekturen
Der Zeitpunkt der Umstrukturierung ist bemerkenswert. Lewis setzt offenbar auf einen schnellen, radikalen Schnitt statt auf schrittweise Anpassungen. Die geplanten Veränderungen deuten darauf hin, dass der neue Chef die kulturellen Probleme und verkrusteten Strukturen als ernsthafte Wachstumshemmnisse betrachtet.
Diageo selbst wollte sich gegenüber der Financial Times nicht zu den Berichten äußern. Die Zurückhaltung ist verständlich – ein derart umfassender Führungswechsel kann Unsicherheit im Konzern erzeugen und bedarf sorgfältiger interner Kommunikation.
Für Anleger stellt sich nun die Frage, wie schnell Lewis die notwendigen Veränderungen umsetzen kann und ob der Umbau tatsächlich die erhofften Verbesserungen bringt. In einem herausfordernden Marktumfeld mit verändertem Konsumverhalten könnte der Neustart im Management der entscheidende Katalysator für eine Trendwende sein.
Diageo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Diageo-Analyse vom 20. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Diageo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Diageo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Diageo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

