Der Verwaltungsrat von Diginex verschafft seinem Chairman Miles Pelham eine großzügige Atempause. Durch die zweijährige Verlängerung von vier umfassenden Warrants sichert sich der Großaktionär die Chance auf eine zukünftige Kurserholung. Für die Streubesitzaktionäre bedeutet dieser Schritt vor allem eins: Die drohende Verwässerung ihrer Anteile verschiebt sich um mehrere Jahre nach hinten.
Kontrolle bleibt in fester Hand
Die Entscheidung vom 20. März 2026 fiel ohne die Stimme von Pelham selbst. Das Gremium genehmigte die Laufzeitverlängerung für Papiere, die vollständig von Pelhams Gesellschaft Rhino Ventures Limited gehalten werden. Da die Ausübungspreise der IPO-Warrants zwischen 1,03 und 1,54 US-Dollar liegen, sind die Optionen aktuell weit aus dem Geld.
Die neuen Verfallsdaten der verlängerten Warrants strukturieren sich wie folgt:
* IPO Warrant Nr. 1: 23. April 2028
* IPO Warrant Nr. 2: 23. Juli 2028
* IPO Warrant Nr. 3: 23. Januar 2029
* Founders Warrant: 27. Mai 2029
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Trotz eines kürzlichen Zwangsverkaufs von 36 Millionen verpfändeten Aktien zur Tilgung eines Millionenkredits behält Pelham mit knapp 59 Prozent die effektive Kontrolle über das Unternehmen. Rhino Cayman hält allein Warrants auf mehr als 172 Millionen Aktien. Zusätzlich gewährte Diginex dem Chairman neue erfolgs- und zeitbasierte Aktienzusagen (RSUs und PSUs), die bis 2028 unverfallbar werden.
Operative Meilensteine im Blick
Abseits der Governance-Themen stehen bei dem ESG-RegTech-Unternehmen konkrete operative Termine an. Bereits am 27. März 2026 wird die erste Earnout-Tranche aus der Übernahme von The Remedy Project fällig. Für spätere Auszahlungen muss Diginex ehrgeizige Ziele erreichen, darunter ein bereinigtes EBITDA von 4,1 Millionen US-Dollar bis zum Frühjahr 2028.
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Parallel baut das Unternehmen sein europäisches Geschäft aus. Nach der Integration der PlanA.earth GmbH wählte kürzlich der Gesundheitsdienstleister Doctolib die Softwarelösung für sein Kohlenstoffmanagement. Damit erweitert Diginex sein Portfolio, das bereits Kunden wie BMW und Visa umfasst, und fokussiert sich nun auf die Skalierung des Vertriebs.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 steigerte Diginex den Umsatz zwar um 57 Prozent auf 2,04 Millionen US-Dollar, verbuchte aber einen ausgeweiteten Nettoverlust von 5,21 Millionen US-Dollar. Durch die aufgeschobenen Warrants und die massive Stimmrechtskonzentration beim Chairman zementiert das Management die aktuelle Governance-Struktur. Eine massive Verwässerung für Streubesitzaktionäre ist durch die neuen Fristen bis mindestens 2028 vom Tisch.
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