Diginex Aktie: Frist läuft ab!

Das Unternehmen führt eine Aktienzusammenlegung durch, um den Kurs über die Mindestanforderung zu heben, während starke Umsatzsteigerungen auf anhaltende Verluste treffen.

Diginex Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktionäre stimmen Reverse Split im Verhältnis 8:1 zu
  • Umsatzwachstum von über 200 Prozent im letzten Jahr
  • Unternehmen verzeichnet weiterhin operative Verluste
  • Frist zur Erfüllung der Nasdaq-Vorgaben endet im September

Umsatzsprünge im dreistelligen Bereich stehen einem drohenden Börsen-Aus gegenüber. Um das Delisting von der Nasdaq abzuwenden, griff das Management von Diginex auf der gestrigen außerordentlichen Hauptversammlung zu einer drastischen Maßnahme. Ein Reverse Split soll das Papier nun rechnerisch über die kritische Marke hieven.

Technisches Manöver gegen den Rauswurf

Ende März erhielt das Unternehmen eine offizielle Verwarnung der Listing-Abteilung der Nasdaq. Der Aktienkurs notierte zuvor 30 Handelstage in Folge unter der Mindestanforderung von 1,00 US-Dollar. Die Lösung bringt die nun abgestimmte Aktienzusammenlegung im Verhältnis 8:1. Acht bestehende Papiere verschmelzen zu einer neuen Aktie. Das hebt den nominellen Wert über die geforderte Schwelle, ohne die tatsächlichen Besitzverhältnisse der Aktionäre zu verändern. Hält sich der Kurs nach der Umsetzung zehn Tage über einem Dollar, ist die unmittelbare Gefahr gebannt. Die Frist zur Erfüllung der Vorgaben endet am 21. September 2026.

Parallel zur Zusammenlegung stimmten die Anteilseigner über eine Anpassung des genehmigten Kapitals ab. Das Management begründete diesen Schritt mit dem Bedarf an finanzieller Flexibilität für potenzielle Übernahmen. Diese Maßnahme flankiert einen tiefgreifenden Konzernumbau. Seit Anfang April agiert Diginex nicht mehr als Holding, sondern hat vier zuvor eigenständige Töchter in eine einheitliche Technologieplattform für ESG-Berichterstattung integriert.

Starkes Wachstum, rotes Ergebnis

Finanziell zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Angetrieben durch neue regulatorische Vorgaben in der EU kletterte der Umsatz in den vergangenen zwölf Monaten um 203 Prozent. Ein im Februar geschlossener Reseller-Vertrag über 40 Millionen US-Dollar soll dieses Momentum stützen. Profitabel arbeitet das Unternehmen indes nicht. Einem Kassenbestand von 13,8 Millionen US-Dollar stehen ein operativer Verlust von 6,0 Millionen US-Dollar sowie ein EBITDA-Minus von 9,58 Millionen US-Dollar gegenüber.

Im zweiten Quartal 2026 wird das Management detaillierte Einblicke in die neue, konsolidierte Geschäftsstrategie geben. Verfehlt die Aktie trotz des Reverse Splits bis zum Herbst die Nasdaq-Kriterien, existiert ein streng reglementierter Handlungsspielraum. Das Unternehmen müsste dann alle weiteren Notierungsstandards erfüllen, um eine finale 180-tägige Gnadenfrist zu beantragen und den endgültigen Ausschluss vom Handel abzuwenden.

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