Ein Zwerg will einen Riesen schlucken, und die Börse reagiert mit Panik. Während Diginex eine Übernahme in Milliardenhöhe anstrebt, pulverisiert der Markt den Börsenwert des Unternehmens. Nach einem Kurssturz von 63 Prozent innerhalb von zehn Tagen schalten sich nun US-Anwaltskanzleien ein.
Die Sozietäten Rosen Law Firm und Schall Law Firm prüfen mögliche Verstöße gegen US-Wertpapiergesetze. Im Zentrum der Ermittlungen steht der Verdacht, das Management könnte im Vorfeld der geplanten Resulticks-Übernahme irreführende Angaben gemacht haben. Diese rechtliche Unsicherheit trifft auf eine ohnehin fragile Aktie. Ein Ende April durchgeführter Aktiensplit im Verhältnis 1:8 verfehlte seine stabilisierende Wirkung völlig. Zuletzt notierte das Papier bei 1,45 US-Dollar, womit die Marktkapitalisierung auf rund 43 Millionen US-Dollar zusammenschmolz.
David kauft Goliath
Die Skepsis des Marktes entzündet sich an den Dimensionen des Deals. Diginex will für 1,5 Milliarden US-Dollar den deutlich größeren Konkurrenten Resulticks übernehmen. Die finanziellen Welten klaffen dabei weit auseinander. Diginex wies zuletzt einen Umsatz von weniger als vier Millionen US-Dollar bei einer massiven Verlustmarge aus. Resulticks generiert im Gegenzug einen Jahresumsatz von rund 150 Millionen US-Dollar und arbeitet hochprofitabel.
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Ein Abschluss der Transaktion wird innerhalb der nächsten 30 Tage angestrebt. Garantiert ist der Deal laut Unternehmensangaben allerdings nicht. Unterdessen treiben CEO Lubomila Jordanova und der stellvertretende Vorsitzende Lorenzo Romano den internen Umbau voran. Vier bestehende Geschäftseinheiten fließen in eine neue zentrale Plattform für den Bankensektor zusammen.
Frist für die Finanzierung
Das strategische Ziel dieser Neuausrichtung ist ambitioniert. Bis zum Jahr 2027 will das Management einen Umsatz von 280 Millionen US-Dollar erreichen. Damit dieses Szenario intakt bleibt, muss das Unternehmen in den kommenden Wochen konkrete Details zur Finanzierung der Resulticks-Übernahme vorlegen. Offizielle Klageeinreichungen der US-Kanzleien könnten den Vollzug der Transaktion massiv erschweren.
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