Umsatz verdreifacht, neue Partner, neues Management, neue Struktur — und trotzdem schwebt über allem die Frage, ob Diginex seinen Platz an der Nasdaq halten kann. Das Unternehmen liefert gerade eine bemerkenswert dichte Abfolge strategischer Schritte.
Vertriebsdeal mit 40-Millionen-Ziel
Kern der jüngsten Meldung ist ein Reseller-Abkommen mit dem Technologieunternehmen Resulticks. Über vier Jahre soll die Partnerschaft einen kumulierten Umsatz von 40 Millionen US-Dollar generieren. Resulticks wird die ESG- und Nachhaltigkeitsplattformen von Diginex an sein Enterprise-Kundennetz verkaufen — quer durch Branchen wie Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Technologie. Geografisch zielt der Deal auf Wachstumsmärkte wie die USA, Südostasien, den Nahen Osten und Indien, wo regulatorische ESG-Anforderungen spürbar zunehmen.
Das Abkommen enthält auch eine finanzielle Komponente: Ein bestehendes Darlehen von 8 Millionen US-Dollar wird in vier Raten à 2 Millionen Dollar umstrukturiert, alle fällig bis September 2026. Eine mögliche vollständige Unternehmenszusammenführung mit Resulticks ist zwar vereinbart, aber noch nicht vollzogen — sie hängt unter anderem von einer nicht-verwässernden Fremdfinanzierung ab.
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Interne Konsolidierung abgeschlossen
Zum 1. April 2026 hat Diginex seine bisherige Holdingstruktur aufgelöst. Die vier Tochtergesellschaften Diginex, Plan A, Matter und The Remedy Project sind seither in einer einzigen integrierten Einheit vereint — mit einer gemeinsamen ESG- und Compliance-Plattform. Monatlich verarbeite das Unternehmen nach eigenen Angaben hunderte Millionen Nachhaltigkeitsdatenpunkte, die künftig als Basis für institutionelle Compliance-Infrastruktur dienen sollen.
Passend zur neuen Struktur wurden Anfang April Jacob Friedman als Chief Operating Officer und Sandra Kovacheva als Chief Administrative Officer ernannt. Ihre Aufgabe: die Integration der vier Einheiten auf einer zentralisierten Plattform voranzutreiben. Weitere Details zur einheitlichen Geschäftsstrategie sollen im Laufe des zweiten Quartals 2026 folgen.
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Wachstum, Verluste und Nasdaq-Warnung
Die Finanzkennzahlen zeigen ein gespaltenes Bild. Das Umsatzwachstum der vergangenen zwölf Monate beträgt 203 Prozent — ein starker Wert. Profitabel ist Diginex dennoch nicht. Die liquiden Mittel übersteigen zwar die kurzfristigen Verbindlichkeiten, und der Verschuldungsgrad gilt als moderat. Finanzieller Spielraum für die laufende Integration ist also vorhanden.
Allerdings erhielt das Unternehmen am 23. März 2026 eine Benachrichtigung der Nasdaq: Der Schlusskurs der Aktie lag 30 Handelstage in Folge unter 1,00 US-Dollar — ein Verstoß gegen die Mindestanforderungen der Nasdaq Listing Rule 5550(a)(2). Der Handel unter dem Kürzel „DGNX“ läuft weiter, doch am 13. April stimmen die Aktionäre über Kapitalmaßnahmen ab, die direkt darauf abzielen, den Verbleib an der Börse zu sichern. Das Ergebnis dieser Abstimmung entscheidet darüber, ob die strategische Agenda überhaupt auf dem öffentlichen Kapitalmarkt umgesetzt werden kann.
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