Vier Tage vor der außerordentlichen Hauptversammlung läuft bei Diginex die Uhr. Am 13. April 2026 entscheiden die Aktionäre über zwei Maßnahmen, die unmittelbar über den Verbleib an der Nasdaq bestimmen: einen 8-zu-1-Reverse-Split und eine Erweiterung des genehmigten Aktienkapitals.
Nasdaq-Notierung auf dem Spiel
Der Reverse Split ist keine strategische Wahl, sondern eine technische Notwendigkeit. Die Nasdaq hatte eine formelle Compliance-Warnung ausgestellt, nachdem die Aktie 30 aufeinanderfolgende Handelstage unter der Mindestnotierung von 1,00 US-Dollar schloss — ein Verstoß gegen Listing Rule 5550(a)(2). Der geplante Eingriff kehrt einen 1-zu-8-Bonusaktien-Split vom September 2025 schlicht wieder um. Marktkapitalisierung und proportionale Eigentümerschaft bleiben dabei unverändert.
Bei Zustimmung der Aktionäre erhält Diginex eine 180-tägige Compliance-Frist bis zum 21. September 2026, um den Kurs dauerhaft über die kritische Schwelle zu heben. Scheitert das Votum, fehlen dem Unternehmen die nötigen Instrumente, um den Aktienkurs technisch zu stabilisieren. Eine zweite Gnadenfrist wäre zwar theoretisch möglich, aber an die Erfüllung aller übrigen Listing-Standards geknüpft.
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Fusion und Finanzkennzahlen
Parallel zur Abstimmung verfolgt Diginex eine mögliche Fusion mit Resulticks Global Companies. Die grundlegenden Bedingungen sollen dem Vernehmen nach abgestimmt sein — die Sicherung einer nicht-verwässernden Finanzierung bleibt jedoch das zentrale Hindernis. Das Unternehmen hat eingeräumt, dass ein endgültiger Deal nicht garantiert ist.
Die Geschäftsbeziehung beider Unternehmen ist bereits eng: Im Februar 2026 unterzeichneten sie ein Reseller-Abkommen mit einem kumulativen Umsatzziel von 40 Millionen US-Dollar über vier Jahre. Ein bestehender Kredit über 8 Millionen US-Dollar wurde zudem auf vier gleiche Raten bis Ende September 2026 umstrukturiert.
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Das operative Bild ist gemischt. Der Umsatz stieg im Zwölfmonatszeitraum um 203 Prozent, die Bilanz weist 13,8 Millionen US-Dollar in bar und keine Schulden aus. Gleichzeitig belief sich der operative Verlust im zuletzt berichteten Quartal auf 6,0 Millionen US-Dollar. Der Leerverkaufsdruck hat zuletzt nachgelassen: Das Short-Interesse sank im März um 21,3 Prozent auf rund 1,93 Millionen Aktien.
Konzernumbau bereits vollzogen
Unabhängig vom Ausgang des Votums hat Diginex seine Struktur bereits grundlegend verändert. Zum 1. April 2026 wurden die vier bisherigen Tochtergesellschaften — Diginex, Plan A, Matter und The Remedy Project — zu einer einzigen integrierten Einheit auf einer gemeinsamen ESG- und Compliance-Plattform zusammengeführt. Details zur einheitlichen Unternehmensstrategie will das Management im weiteren Verlauf des zweiten Quartals 2026 vorlegen.
Das Aktionärsvotum vom 13. April ist damit mehr als eine Formalie: Es entscheidet darüber, ob Diginex die nötigen Werkzeuge erhält, um die Nasdaq-Notierung zu sichern — und damit die Basis für alle weiteren Schritte zu erhalten.
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