Vier Übernahmen, ein Joint Venture, ein CEO-Wechsel – und ein Kurs, der seit Jahresbeginn rund 87 Prozent verloren hat. Diginex hat in den ersten Monaten 2026 ein bemerkenswertes Tempo an strategischen Schritten hingelegt. Der Markt zeigt sich davon bislang unbeeindruckt.
Akquisitionsserie mit globalem Anspruch
Den Auftakt machte die Übernahme von PlanA.earth am 15. Januar 2026. Der Kaufpreis: 3,0 Millionen Euro in bar plus rund 6,7 Millionen Stammaktien – zusammen etwa 55 Millionen Euro. Die Plattform bringt KI-gestützte Kohlenstoffbilanzierung und ESG-Reporting mit und bedient bereits Konzerne wie HSBC, Coca-Cola, Visa und BMW.
Ebenfalls im Januar folgte die Übernahme von The Remedy Project, das auf menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in Lieferketten spezialisiert ist. Zeitgleich übernahm Lubomila Jordanova – Gründerin von Plan A – den CEO-Posten. Ihr Vorgänger Mark Blick wechselt in eine Beraterfunktion; unter seiner Führung soll der Umsatz um 293 Prozent gewachsen sein.
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Im Februar kam eine Reseller-Vereinbarung mit Resulticks hinzu, die auf 40 Millionen US-Dollar kumulierten Umsatz über vier Jahre abzielt. Parallel unterzeichnete Diginex ein Joint-Venture-Abkommen mit BGlobal und dem brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso für eine Dekarbonisierungsplattform – zunächst im Rindfleischsektor.
Regulatorischer Rückenwind, skeptische Analysten
Zusätzlichen Rückenwind könnte ein Vorschlag der britischen FCA liefern: Im März 2026 kündigte die Behörde an, die TCFD-Anforderungen durch einen neuen UK Sustainability Reporting Standard zu ersetzen. Diginex unterstützt mit seiner ESG-Plattform bereits 19 globale Rahmenwerke, darunter GRI, SASB und TCFD – strukturell eine gute Ausgangsposition.
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An der Kursentwicklung hat das bislang nichts geändert. Wall Street Zen stufte die Aktie zuletzt auf „Verkaufen“ herab, Weiss Ratings bestätigte dieselbe Empfehlung. Das Short-Interesse sank zwar im Februar um rund 18 Prozent auf gut 2,4 Millionen Aktien – war zuvor aber um 49 Prozent gestiegen. Als Kontext: Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 39,85 US-Dollar, der aktuelle 200-Tage-Durchschnitt bei 8,74 US-Dollar.
Die Skepsis der Analysten richtet sich weniger gegen den ESG-Markt selbst, dem ein jährliches Wachstum von 20 bis 25 Prozent und ein Volumen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar bis Ende des Jahrzehnts prognostiziert wird. Das Fragezeichen gilt der Ausführung: Integration mehrerer Zukäufe gleichzeitig, laufender Finanzierungsbedarf und etablierte Wettbewerber im ESG-Datenmarkt sind die Faktoren, die Investoren zögern lassen. Zuletzt meldete Diginex für das Quartal bis Dezember 2025 einen Umsatz von 1,02 Millionen US-Dollar bei einem Verlust von 0,02 US-Dollar je Aktie – eine schmale Basis für die ambitionierte Expansionsstrategie.
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