Ein Umsatzsprung von 293 Prozent klingt beeindruckend. Bei Diginex steckt dahinter allerdings eine einmalige White-Label-Lizenzgebühr, die das Bild verzerrt. Gleichzeitig baut das Unternehmen mit Übernahmen und Partnerschaften eine ESG-Plattform auf, die bereits Konzerne wie HSBC, Coca-Cola und BMW bedient — während die Aktie rund 87 Prozent unter ihrem Jahresanfangswert notiert.
Umsatzsprung mit Einschränkungen
Die Halbjahreszahlen zum 30. September 2025 zeigen ein zweigeteiltes Bild. Der Umsatz kletterte auf 2,0 Millionen US-Dollar, nach 0,5 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die Bruttomarge von 77 Prozent unterstreicht die Skalierbarkeit des Plattformmodells.
Der Haken: Der Großteil des Wachstums entfiel auf eine einmalige Lizenzgebühr für eine White-Label-Version von diginexESG. Das Kern-SaaS-Geschäft wächst zwar, tut dies aber von einer kleinen Basis aus. Gleichzeitig weitete sich der Nettobetriebsverlust auf 6,0 Millionen US-Dollar aus — gegenüber 4,2 Millionen im Vorjahreszeitraum. Ursache waren vor allem gestiegene M&A-Beratungskosten von 2,2 Millionen sowie höhere Personalaufwendungen.
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Akquisitionen und regulatorischer Rückenwind
Mitte Januar 2026 schloss Diginex die Übernahme von PlanA.earth ab — für 3,0 Millionen Euro in bar sowie Aktien im Gegenwert von rund 52 Millionen Euro. Die Integration bündelt ESG-Reporting, KI-gestützte CO₂-Bilanzierung und Dekarbonisierungsplanung unter einem Dach.
Im Februar folgte eine Reseller-Vereinbarung mit Resulticks, die auf kumulierte Einnahmen von 40 Millionen US-Dollar über vier Jahre abzielt. Das externe Umfeld spielt dem Unternehmen dabei in die Hände: Die britische FCA schlug Ende Januar vor, bestehende Klimaoffenlegungsregeln durch ein neues Rahmenwerk zu ersetzen — gültig ab Geschäftsjahren, die am 1. Januar 2027 beginnen. Regulatorischer Druck treibt die Nachfrage nach genau solchen Compliance-Lösungen.
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Institutionelles Interesse, aber skeptische Analysten
Quadrature Capital erwarb im vierten Quartal eine neue Position im Wert von 74.000 US-Dollar — ein bescheidenes Signal, das zeigt, dass zumindest einzelne institutionelle Investoren die Bewertung als Einstiegspunkt sehen. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 125 Millionen US-Dollar, der Kurs bewegt sich weit unterhalb der gleitenden Durchschnitte von 1,24 US-Dollar (50 Tage) und 8,74 US-Dollar (200 Tage).
Analysten bleiben skeptisch: Sowohl Wall Street Zen als auch Weiss Ratings empfehlen den Verkauf der Aktie. Kauf- oder Halteratings liegen keine vor.
Ob die Akquisitionsstrategie das Kern-SaaS-Geschäft nachhaltig skaliert oder die Verluste weiter ausweitet, werden die nächsten Halbjahreszahlen zeigen müssen — die M&A-Kosten sind bereits gebucht, die Umsatzbeiträge aus PlanA.earth und Resulticks stehen noch aus.
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