Starkes Umsatzwachstum auf der einen Seite, eine Nasdaq-Warnung auf der anderen — Diginex liefert gerade ein klassisches Bild eines Unternehmens in der Wachstumsphase, das operativ Fahrt aufnimmt, börslich aber noch kämpft. Der Nachhaltigkeitssoftware-Spezialist muss bis September 2026 seinen Aktienkurs über die 1-Dollar-Marke bringen, sonst droht das Delisting.
Operative Seite zeigt Stärke
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 steigerte Diginex seinen Umsatz um 293 Prozent auf 2,0 Millionen US-Dollar. Treiber war vor allem die Anfang 2026 übernommene Tochtergesellschaft Plan A, die zuletzt eine Partnerschaft mit dem europäischen Healthcare-Anbieter Doctolib sichern konnte. Angesichts verschärfter ESG-Offenlegungspflichten in Europa wächst der Markt für solche RegTech-Lösungen spürbar.
Bemerkenswert ist auch, dass das Leerverkaufsinteresse zuletzt deutlich zurückging: Bis Mitte März sank die Short-Quote um 21,3 Prozent auf rund 1,93 Millionen Aktien — ein Hinweis darauf, dass zumindest ein Teil der Marktteilnehmer die Fundamentaldaten neu bewertet.
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Hauptversammlung am 13. April als Weichenstellung
Am 23. März 2026 erhielt Diginex von der Nasdaq eine formelle Warnung, weil der Aktienkurs 30 Handelstage in Folge unter der Mindestmarke von 1,00 US-Dollar schloss. Das Unternehmen hat nun bis zum 21. September 2026 Zeit, die Compliance-Anforderungen wieder zu erfüllen.
Der Verwaltungsrat hat für den 13. April eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Zur Abstimmung stehen ein Reverse Stock Split im Verhältnis 8:1 sowie eine Erhöhung des genehmigten Grundkapitals auf 200.000 US-Dollar. Der Reverse Split würde den im September 2025 durchgeführten 1-für-8-Bonussplit faktisch rückgängig machen und den Kurs rechnerisch über die kritische Schwelle heben. Die Eigentumsanteile der Aktionäre bleiben dabei unverändert.
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Finanziell steht Diginex auf einer soliden Basis: Das Unternehmen ist schuldenfrei und verfügte nach einer Optionsausübung im Oktober 2025 über liquide Mittel von 13,8 Millionen US-Dollar. Dem gegenüber stehen operative Verluste von 6,0 Millionen US-Dollar im zuletzt berichteten Quartal. Die geplante Kapitalerhöhung soll zusätzlichen Spielraum für Wachstumsinvestitionen und mögliche Übernahmen schaffen.
Gelingt die Zustimmung der Aktionäre am 13. April, ist die unmittelbare Delisting-Gefahr vorerst abgewendet. Mittelfristig entscheidet dann, ob das beeindruckende Umsatzwachstum den Weg zur Profitabilität ebnet — denn nur ein dauerhaft stabiler Kurs schützt vor einer Neuauflage der Nasdaq-Warnung.
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