DocuSign Aktie: Führungsetage kassiert ab

Zwei Top-Manager von DocuSign verkauften kürzlich Aktien im Wert von über 2,2 Millionen Dollar, obwohl Analysten ein deutliches Aufwärtspotenzial sehen. Die Transaktionen erfolgten trotz solider Quartalszahlen.

DocuSign Aktie
Kurz & knapp:
  • CEO und CFO verkaufen Aktien für 2,2 Millionen Dollar
  • Citizens Bank sieht 82 Prozent Kurssteigerungspotenzial
  • Quartalsumsatz und operative Marge übertreffen Erwartungen
  • Verkäufe erfolgten über vorgeplante Handelsprogramme

Während Analysten noch von deutlichem Aufwärtspotenzial schwärmen, greifen die Chefs von DocuSign kräftig zu – allerdings nicht bei den Käufen, sondern bei den Verkäufen. Am 9. Januar 2026 trennten sich gleich zwei Führungskräfte von Aktien im Gesamtwert von über 2,2 Millionen Dollar. Ein Zufall? Oder wissen CEO und CFO etwas, das der Markt noch nicht weiß?

CEO Allan C. Thygesen verkaufte 26.250 Aktien für rund 1,8 Millionen Dollar. Die Transaktion erfolgte in drei separaten Blöcken zu Preisen zwischen 68,77 und 70,93 Dollar. CFO Grayson Blake Jeffrey folgte am selben Tag mit dem Verkauf von 6.500 Papieren zu 70,00 Dollar – Gegenwert: 455.000 Dollar. Nach den Transaktionen hält Thygesen noch 142.261 Aktien, Jeffrey verfügt über 111.713 Stück.

Analysten sehen die Welt anders

Die Investmentbank Citizens hält unbeirrt an ihrer Market Outperform-Bewertung fest. Analyst Patrick Walravens bezeichnet DocuSign als „exzellente Gelegenheit für Kapitalzuwachs“ und setzt das Kursziel auf 124,00 Dollar – ein saftiges Plus von 82 Prozent zum aktuellen Kurs von 68,31 Dollar.

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Citizens verweist auf die dominante Marktposition mit 1,7 Millionen Kunden und einen adressierbaren Gesamtmarkt von 50 Milliarden Dollar. Besonders das Identity and Access Management-Produkt (IAM) soll bereits im kommenden Quartal einen zweistelligen Prozentanteil des Abo-Geschäfts ausmachen. Die Bruttomarge liegt bei beeindruckenden 79,5 Prozent.

Zahlen sprechen für sich

Im jüngsten Quartal steigerte DocuSign den Umsatz um 8 Prozent auf 818 Millionen Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 806 Millionen. Die Abrechnungen kletterten um 10 Prozent auf 829 Millionen Dollar. Die operative Marge erreichte 31,4 Prozent – deutlich über den erwarteten 28,5 Prozent.

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Dennoch zeigte sich UBS skeptischer und senkte das Kursziel von 85 auf 75 Dollar bei neutraler Bewertung. Der Grund: Während DocuSign zuvor die Jahresprognose angehoben hatte, bestätigte das Management für das vierte Quartal lediglich die bestehende Guidance. BTIG startete hingegen die Coverage mit einem Kaufrating und Kursziel von 88 Dollar.

Geplante Verkäufe oder Alarmsignal?

Beide Insider-Transaktionen erfolgten nach vorher festgelegten 10b5-1-Handelsplänen. Solche Pläne werden Monate im Voraus aufgesetzt und sollen den Eindruck von Insiderhandel vermeiden. Dennoch: Das Timing wirft Fragen auf. Bei einem aktuellen Kurs von rund 69 Dollar und Analystenkurszielen bis 124 Dollar erscheint der Verkaufszeitpunkt ungewöhnlich – sofern das Management selbst an das Potenzial glaubt.

DocuSign verfügt über mehr Cash als Schulden in der Bilanz und generiert bei einer Marktkapitalisierung von 13,7 Milliarden Dollar solide Cashflows. Das Unternehmen hat zudem ein aggressives Aktienrückkaufprogramm gestartet. Die Frage bleibt: Warum verkaufen die Chefs, wenn die Zukunft so rosig aussieht?

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