DoorDash erhält nach starken Quartalszahlen und der angekündigten Instacart-Übernahme zusätzlichen Rückhalt durch eine Analystenhochstufung vom Montag. Für Anleger stehen damit operative Fortschritte einer noch genehmigungspflichtigen Großübernahme gegenüber. Die Aktie legt heute um 7,5% zu; die jüngsten Nachrichten belegen allerdings keinen unmittelbaren Auslöser dieser Tagesbewegung.
Hochstufung nach dem Quartalsbericht
Medienberichten zufolge stufte Wedbush DoorDash am Montag von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch. Das Kursziel erhöhte das Analysehaus von 220 $ auf 230 $. Damit fiel die Neubewertung nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen und der Übernahmevereinbarung.
Die Hochstufung ist ein positives Bewertungssignal. Sie ändert jedoch nichts daran, dass DoorDash den angekündigten Kauf noch nicht abgeschlossen hat. Für die Einordnung der Aktie müssen deshalb das laufende Geschäft und die Bedingungen der Transaktion getrennt betrachtet werden.
Bestellungen wachsen deutlich
DoorDash meldete am 29. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 4.616 Millionen $. Das Unternehmen übertraf mit seinen Quartalsergebnissen die Erwartungen.
Besonders aussagekräftig für die operative Entwicklung sind das Bestellvolumen und die Zahl der Aufträge. Beide Kennzahlen legten gegenüber dem Vorjahr deutlich zu.
Das über die Marktplätze abgewickelte Bruttobestellvolumen, kurz Marketplace GOV, erreichte 33,9 Milliarden $ und wuchs um 36%. Die Zahl der Bestellungen stieg um 28%.
Auch der Ausblick sieht ein höheres Bruttobestellvolumen vor. Damit liefert das bestehende Geschäft einen eigenständigen Anhaltspunkt für die Bewertung – unabhängig davon, ob die Übernahme später zustande kommt.
Für das vierte Quartal 2026 erwartet DoorDash ein Marketplace GOV von 35,4 bis 36,4 Milliarden $. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 900 und 1.100 Millionen $ liegen.
Kaufpreis und Genehmigungen bleiben entscheidend
Parallel zum Quartalsbericht vereinbarte DoorDash den Erwerb von Maplebear, dem Betreiber des Lebensmittelliefergeschäfts Instacart. Vorgesehen sind 65,00 $ je Instacart-Aktie. Der Eigenkapitalwert der Transaktion beträgt ungefähr 17 Milliarden $.
Für DoorDash-Anleger ist neben der Größenordnung insbesondere die Zusammensetzung der Gegenleistung relevant. Sie verbindet eine überwiegende Barzahlung mit einem begrenzten Aktienanteil.
Mindestens 75% der Gegenleistung sollen bar fließen. Der Anteil von DoorDash-Aktien ist auf 25% begrenzt.
Der Abschluss wird Ende 2027 oder im ersten Halbjahr 2028 erwartet. Voraussetzung bleiben die Zustimmung der Aktionäre und die regulatorischen Genehmigungen. Die starken Geschäftszahlen sind damit bereits gemeldet; der Vollzug des Instacart-Kaufs bleibt an Bedingungen geknüpft.
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