Der US-Lieferdienst Doordash zieht die Reißleine: Gleich in vier Ländern werden die Plattformen Deliveroo und Wolt komplett eingestellt. Die betroffenen Märkte – Katar, Singapur, Japan und Usbekistan – erwiesen sich nach monatelanger Prüfung als nicht profitabel genug. Für rund 85 Mitarbeiter allein in Katar und Singapur bedeutet das das Aus. Doch was steckt hinter dieser drastischen Entscheidung?
Kosten der Expansion werden gekappt
Doordash hatte Deliveroo erst am 2. Oktober 2025 übernommen und dabei große Pläne für die internationale Expansion angekündigt. Nun folgt bereits die erste größere Korrektur: Die Plattformen in den vier betroffenen Ländern sollen geordnet heruntergefahren werden. In Katar und Singapur endet der Betrieb bereits am 4. März.
Zusätzlich schließt das Unternehmen das Deliveroo-Entwicklungszentrum in Bengaluru, Indien. Rund 102 Mitarbeiter sind betroffen. Der Standort Hyderabad wird künftig das einzige indische Engineering-Hub von Deliveroo sein. Einige Bengaluru-Mitarbeiter erhalten Angebote für Umzüge oder Remote-Arbeit.
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Miki Kuusi, Chef des internationalen Geschäfts und CEO von Deliveroo, begründete die Schritte mit dem Fokus auf Märkte mit klarem Weg zu nachhaltiger Größe und langfristiger Führungsposition. Die Priorität liege nun darauf, die Teams durch einen geordneten Übergang zu begleiten.
Finanzausblick bleibt unverändert
Interessant: Doordash betont, dass die Marktaustritte die Finanzprognose nicht wesentlich beeinflussen werden. Die am 18. Februar veröffentlichte Guidance bleibt unverändert bestehen. Das deutet darauf hin, dass die betroffenen Märkte ohnehin nur einen marginalen Beitrag zum Gesamtumsatz leisteten.
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Die Aktie notiert aktuell bei 164,38 Dollar und damit nur sechs Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 155,40 Dollar. Analysten zeigen sich gespalten: Während Truist Securities das Kursziel bei 340 Dollar sieht, senkte Piper Sandler das Ziel auf 220 Dollar. DA Davidson stufte die Bewertung als zu ambitioniert ein und reduzierte das Kursziel von 260 auf 224 Dollar.
Parallel verkaufte Director Stanley Tang am 20. Februar 907 Aktien zu je 175,50 Dollar – allerdings nur zur Deckung von Steuerverpflichtungen aus vested Restricted Stock Units. Nach dem Verkauf hält Tang noch 22.647 Aktien direkt.
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