Die Auftragsbücher quellen über, der Umsatz explodiert. Dennoch flüchten Investoren in Scharen aus der DroneShield-Aktie. Zwischen operativer Stärke und Börsenrealität klafft eine gewaltige Lücke.
Am Freitag rutschte das Papier um weitere neun Prozent auf 1,28 Euro ab. Auf Monatssicht beläuft sich das Minus auf knapp 34 Prozent. Vom Rekordhoch im vergangenen Oktober hat sich der Kurs mittlerweile fast gedrittelt.
Ermittlungen und Verwässerung schrecken ab
Ein Hauptgrund für die Talfahrt ist die australische Finanzaufsicht ASIC. Die Behörde prüft seit Mai Unternehmensmeldungen und Handelsaktivitäten aus dem vergangenen November. Zwar gibt es bislang keine konkreten Vorwürfe gegen den Drohnenabwehr-Spezialisten. Die Folge: massive Verunsicherung am Markt.
Parallel dazu verwässert das Management den Anteil der Altaktionäre. Die Zahl der ausstehenden Aktien stieg im vergangenen Jahr um 43 Prozent. Mitte Juni brachte DroneShield über 800.000 neue Papiere an die Börse. Diese Kombination aus regulatorischem Risiko und Kapitalmaßnahmen drückt schwer auf die Stimmung.
Operatives Geschäft brummt
Dabei laufen die Geschäfte besser denn je. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz um 121 Prozent auf 74 Millionen australische Dollar. Für das Gesamtjahr stehen bereits fest zugesagte Erlöse von 171 Millionen Dollar in den Büchern.
Die Vertriebspipeline ist prall gefüllt. Sie umfasst über 300 Projekte mit einem potenziellen Volumen von 2,2 Milliarden Dollar. Erst Anfang Juni sicherte sich das Unternehmen einen US-Großauftrag für mobile Drohnenabwehrsysteme.
Zeitgleich treibt DroneShield die Expansion in Europa voran. Das Management eröffnete ein neues Hauptquartier samt Produktion in Amsterdam. Eine neue Lieferketten-Initiative in Polen soll zudem die steigende europäische Nachfrage absichern.
Technisch ist die Aktie nach dem jüngsten Absturz massiv überverkauft. Der RSI-Indikator notiert bei extrem niedrigen 19,9 Punkten. Fundamental hält das Management an seinem ehrgeizigen Ziel fest. In den kommenden Jahren soll der Jahresumsatz die Marke von einer Milliarde Dollar knacken.
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