DroneShield setzt neben militärischen Rahmenverträgen verstärkt auf wiederkehrende Einnahmen aus Software und Dienstleistungen. Das Unternehmen reagiert damit auf ein volatiles Marktumfeld, in dem Großvereinbarungen nicht automatisch planbare Erlöse garantieren. Im Wochenvergleich verzeichnete die Aktie einen Rückgang von 8,2 Prozent und schloss am Freitag bei 1,01 Euro.

Wiederkehrende Erlöse durch Software-Abonnements

Am 1. Oktober startete der Spezialist für Drohnenabwehr das Angebot „Mission Ready Services“. Das jährliche, verlängerbare Modell bündelt Software-Abonnements, technischen Kundendienst sowie Schulungsprogramme.

Grundlage für diesen Ausbau bildet eine installierte Basis von mehr als 4.100 softwarefähigen Geräten, die weltweit im Einsatz sind. Finanzielle Details wie konkrete Abopreise oder Umsatzerwartungen nannte DroneShield bei der Einführung nicht.

Ergänzend zu dem neuen Dienstleistungsmodell erhielt das digitale Kundenportal der Gesellschaft am Mittwoch eine Auszeichnung. Das sogenannte Access Portal, über das Kunden Software- und Firmware-Updates sowie technische Dokumentationen abrufen, wurde mit einem Australian Good Design Award im Bereich Service Design prämiert.

Großprogramm in den USA und personelle Anpassung

Flankiert wird die Neuausrichtung durch die Aufnahme in das Beschaffungsprogramm JIATF-401 Domestic Shield in den Vereinigten Staaten vor gut einer Woche. Der Rahmenvertrag für die Drohnenabwehr im US-Heimatschutz ist auf drei Jahre ausgelegt und verfügt über ein Maximalvolumen von 500 Millionen US-Dollar. Die Vereinbarung stellt allerdings keinen garantierten Festauftrag dar, sondern eröffnet lediglich den Weg für künftige Einzelabrufe.

Auch organisatorisch stellte sich das Unternehmen neu auf. Am Dienstag ernannte DroneShield Candice Driver zur gemeinsamen Unternehmenssekretärin. Sie löste in dieser Funktion Carla Balanco ab und ist für die Kommunikation mit der australischen Börse ASX zuständig. Paul Cenoz verbleibt unverändert in seiner Rolle als General Counsel und Joint Company Secretary.

Analystenblick und Kursentwicklung

Am Kapitalmarkt bleibt die Stimmung trotz der operativen Schritte verhalten. Medienberichten zufolge gaben die Anteilscheine am Donnerstag um 4,14 Prozent nach, ohne dass ein einzelner Unternehmensanlass als Auslöser identifiziert wurde. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust auf 44 Prozent.

Analyst John Lawlor vom Analysehaus Ord Minnett passte am 1. Oktober seine Bewertung an. Er hob das Kursziel von 1,50 A$ auf 1,60 A$ an.