Sehr schwankend präsentiert sich die australische DroneShield. Mit insgesamt gut 22 % Plus in fünf Tagen feiert der Titel ein Comeback.. Dabei war es gestern um -3,5 % abwärts gegangen. Und dennoch kämpft DroneShield um einen stärkeren Börsenkurs. Dabei kam es zuletzt zu widersprüchlichen Nachrichten:
Mit einem Auftrag über 23,2 Millionen AUD aus Europa hat DroneShield sein Auftragsbuch erneut erweitert. Geliefert werden fahrzeugmontierte Drohnenabwehrsysteme an ein europäisches Militär, vermittelt über COBBS BELUX BV. Zudem stellte das Unternehmen die neue RfAI-3-Engine vor, deren Software bislang unbekannte Drohnensignaturen ohne bestehende Signaturdatenbanken erkennen kann. Beide Entwicklungen unterstreichen den technologischen Schwerpunkt des Unternehmens im Bereich moderner Drohnenabwehr.
Börsen bleiben teils etwas zurückhaltend
Die Ursachen für die anhaltende Zurückhaltung an den Aktienmärkten liegen vor allem in den jüngsten Vorabmeldungen zu den kommenden Halbjahreszahlen. DroneShield reduzierte die erwartete Bruttomarge für das erste Halbjahr auf 60 %, nachdem zuvor 65 % in Aussicht gestanden hatten. Ausschlaggebend war der verstärkte Einkauf von Komponenten bei Drittanbietern infolge der hohen Nachfrage. Für das zweite Halbjahr rechnet das Unternehmen wieder mit einer Bruttomarge von 65 %, wodurch das frühere Niveau erneut erreicht werden soll.
Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch regulatorische Untersuchungen der australischen Börsenaufsicht. Im Mittelpunkt stehen mögliche Verstöße gegen Offenlegungspflichten sowie ein Zusammenhang mit Insiderverkäufen. Das Unternehmen äußert sich dazu bislang nur zurückhaltend. Trotz dieser Belastungsfaktoren bauen institutionelle Investoren ihre Positionen weiter aus. JPMorgan Chase erhöhte den meldepflichtigen Anteil von 5,15 % auf 6,68 % und hält inzwischen 61.703.608 Aktien. Vielleicht aus gutem Grund: Am 26. August muss DroneShield dann seine Halbjahreszahlen auch formal präsentieren. Hier entscheidet sich dann, ob das Comeback auch sehr stark werden kann.
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