Die Aktie von DroneShield gerät weiter unter Druck. Der Kurs fiel heute um 3,0 Prozent und liegt damit klar unter dem Schlusskurs vom Mittwoch. Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleibt eine sehr hohe Shortquote von 15,5 Prozent – ein Wert, der zeigt, wie viele Marktteilnehmer weiterhin auf fallende Kurse setzen.
Analysten uneins über fairen Wert
Nach den Halbjahreszahlen vom Mittwoch zeichnet sich unter den Analysten kein einheitliches Bild ab. Bell Potter beließ die Einstufung bei „Kaufen“, senkte das Kursziel aber von 2,50 auf 2,40 australische Dollar – nach eigener Einschätzung des Hauses ein Aufwärtspotenzial von rund 40 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Vortag. Canaccord Genuity äußerte sich ebenfalls optimistisch und nannte ein Kursziel von 2,60 australischen Dollar.
Deutlich zurückhaltender fallen die Einschätzungen von Jefferies und Ord Minnett aus, die ihre Kursziele bei 1,45 beziehungsweise 1,50 australischen Dollar ansetzen. Die Spanne zwischen den vier Häusern verdeutlicht, wie unterschiedlich die jüngste Geschäftsentwicklung von DroneShield am Markt gedeutet wird – zwischen kräftigem Umsatzwachstum auf der einen und einem ausgeweiteten Verlust auf der anderen Seite.
Regulatorischer Schatten bleibt bestehen
Neben der operativen Entwicklung lastet weiterhin eine ungelöste Angelegenheit auf dem Vertrauen der Anleger: Die australische Finanzaufsicht ASIC untersucht seit Mai Unternehmensmitteilungen und Handelsaktivitäten rund um die Aktie.
Ein Zeitplan für den Abschluss der Prüfung liegt nicht vor. Diese Unsicherheit dürfte neben der Kombination aus hoher Shortquote und den nach den Halbjahreszahlen gesunkenen Kurszielen einzelner Analysehäuser dazu beitragen, dass die Aktie kurzfristig unter Verkaufsdruck bleibt.
Der aktuelle Kurs von 1,05 Euro liegt rund 18 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,28 Euro – ein Hinweis darauf, dass sich der jüngste Abwärtstrend auch mittelfristig noch nicht umgekehrt hat.
Zugleich notiert das Papier rund 28 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 0,8230 Euro, das erst am 21. November markiert wurde, was zeigt, dass die Verkaufswelle trotz allem noch keine neuen Tiefststände erzwungen hat.
Für Anleger dürfte die entscheidende Frage sein, ob operative Fortschritte – etwa aus dem europäischen RE-ARM-2030-Programm oder den erwarteten ersten Verkäufen des RfRecon-Systems in der zweiten Jahreshälfte – ausreichen, um das Vertrauen zurückzugewinnen, solange die ASIC-Untersuchung und die anhaltend hohe Shortquote als Belastungsfaktoren bestehen bleiben. Bis eine Klärung der regulatorischen Fragen erfolgt, dürfte die Aktie volatil bleiben und stark auf einzelne Nachrichten reagieren.
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