Die Australier von DroneShield irritierten die Börsen am Dienstag. Zum Ende des Handels ging es immerhin nur noch um 2,56 % abwärts. Die Aktie kam auf ein Kursniveau von 1,45 Euro. Das ist verschmerzbar, insofern die Aktie am Tag zuvor mit einem Plus von 15,06 % in die neue Woche gestartet war.
Die Notierungen sind derzeit erschütternd schwankungsanfällig
DroneShield befindet sich allerdings in einem massiven Abwärtstrend. Allein in den vergangenen 500 Tagen ging es trotz des deutlichen Kursaufschlags am Montag um 8,5 % nach unten. In den zurückliegenden vier Wochen musste die Aktie ein Minus von 27 % verbuchen. Seit Jahresanfang ging es um 20 % abwärts. Die Aktie ist also schwer angeschlagen.
Dies ist nicht ausschließlich auf die wirtschaftlichen Verhältnisse zurückzuführen. Denn das Unternehmen verfügt nach den vor relativ kurzer Zeit vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal immerhin über viel Liquidität. Zudem hat es erst jüngst einen Auftrag über 25 Millionen AUD aus den USA erhalten. Am Dienstag wurde außerdem vermeldet, dass das Anti-Drohnen-System des Unternehmens insgesamt deutlich gefragter ist, als Kritiker über lange Zeit angenommen hatten.
Der Umsatz des Unternehmens wächst stetig. Dies betrifft sowohl das laufende Jahr als auch das kommende Jahr, jedenfalls nach den vorliegenden Prognosen. Das Unternehmen arbeitet zudem bereits profitabel und erwirtschaftet Gewinne. Insofern lässt sich die Aktie recht gut bewerten.
Ein wichtiger Indikator ist das sogenannte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das bei dieser Aktie mit 66 auf den ersten Blick vergleichsweise hoch ist. Das würde bedeuten, dass die Aktie teuer bewertet ist. Allerdings lag das KGV in den vergangenen Wochen und Monaten bereits deutlich höher, teilweise bei über 90. Insofern hat sich die Bewertungssituation sicherlich deutlich verbessert.
DroneShield leidet derzeit wohl eher weniger unter einer hohen Bewertung als vielmehr darunter, dass die australische Börsenaufsicht Untersuchungen eingeleitet hat. Es geht dabei um mögliche Verstöße gegen Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit Insiderhandel. Die Börsen befürchten offenbar, dass hier erhebliche finanzielle Belastungen auf das Unternehmen zukommen könnten. Ob dies tatsächlich der Fall sein wird, ist derzeit offen.
Insgesamt sind Analysten allerdings weiterhin der Auffassung, dass die Aktie deutlich steigen kann. Die Kursziele liegen nach wie vor auf einem relativ beeindruckenden Niveau.
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