DroneShield tauscht die Führungsspitze aus. Angus Bean übernimmt ab sofort das Ruder des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten. Er folgt auf Oleg Vornik und erbt ein Unternehmen auf rasantem Wachstumskurs.

Rekordzahlen zum Start

Der neue CEO startet mit starkem Rückenwind. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz um 87 Prozent auf 63 Millionen Australische Dollar (AUD). Die Kundenzahlungen schossen sogar um 361 Prozent auf den Rekordwert von 77 Millionen AUD nach oben.

An der Börse kommt der Wechsel gut an. Die Aktie legt heute um 5,72 Prozent auf 2,20 Euro zu. Damit erholt sich der Kurs von der jüngsten Schwächephase. Auf Sicht von 30 Tagen steht noch ein Minus von knapp 12 Prozent auf der Tafel. Ein RSI-Wert von 19,5 signalisiert eine stark überverkaufte Situation.

Umbau im Verwaltungsrat

Parallel zur CEO-Personalie formiert sich das Aufsichtsgremium neu. Der langjährige Vorsitzende Peter James tritt Ende Mai ab. Sein designierter Nachfolger Hamish McLennan bringt Erfahrung aus dem Technologie- und Mediensektor mit. Er soll die globale Expansion des Unternehmens absichern.

DroneShield zielt massiv auf die USA und Europa ab. Die Vertriebspipeline umfasst aktuell Projekte im Wert von rund 2,3 Milliarden AUD. Ein möglicher Großauftrag in Europa über 750 Millionen AUD steht dabei besonders im Fokus. Das Ziel: mehr Marktanteile.

Um diese Nachfrage zu bedienen, produziert das Unternehmen seit März direkt in der Europäischen Union. Bean fokussiert sich nun auf die Abarbeitung der bestehenden Großaufträge. Zusätzlich will der neue Chef die margenstarken KI-Software-Abonnements ausbauen. Für das Gesamtjahr 2026 hat DroneShield bereits feste Verträge über 140 Millionen AUD in den Büchern.