Heute steigt DroneShield am Freitag um rund 3,6 % und erreicht wieder etwa 1,07 Euro. Die runde Marke von 1 Euro hat damit zunächst gehalten. Für eine Aktie, die in den vergangenen Wochen massiv verkauft wurde, ist das ein wichtiges Lebenszeichen. Die Diskussion dreht sich inzwischen um die Frage, ob der Ausverkauf zu weit gegangen ist. Einige Chartbeobachter sehen im Bereich zwischen etwa 0,94 und 1 Euro eine Zone, in der Käufer wieder stärker auftreten könnten. Eventuell aber geht es schon vorher wieder bergauf. Das wäre stark. DroneShield selbst hat auch einiges zu bieten.
DroneShield: Wachstum ist weiterhin da
Das operative Geschäft ist weiterhin auf Wachstum ausgerichtet. DroneShield entwickelt Systeme zur Erkennung und Abwehr unbemannter Fluggeräte. Die Nachfrage nach dieser Technik hat sich durch moderne Kriegsführung erheblich erhöht.
Drohnen sind billig, schnell verfügbar und können selbst teure militärische Systeme bedrohen. Entsprechend wächst der Bedarf an Gegenmaßnahmen. DroneShield verkauft dafür Sensorik, elektronische Störtechnik und komplette Abwehrlösungen.
Die Börse hatte diese Geschichte zeitweise sehr hoch bewertet. Nach dem starken Anstieg kam die Korrektur. Anleger wurden vorsichtiger, weil hohe Wachstumserwartungen auch hohe Anforderungen an jeden neuen Geschäftsbericht stellen.
Zusätzlichen Druck erzeugen Leerverkäufer. DroneShield gehört zu den australischen Aktien mit einem sehr hohen Short-Anteil von annähernd 15 %. Damit steht eine große Gruppe von Marktteilnehmern auf der Seite fallender Kurse.
Das macht die aktuelle Situation besonders interessant. Rund um 1 Euro treffen Käufer, die auf eine Erholung setzen, auf Shortseller, die mit weiteren Verlusten rechnen.
Sollte der Kurs nachhaltig steigen, kann daraus zusätzlicher Kaufdruck entstehen. Leerverkäufer müssen ihre Positionen irgendwann durch Aktienkäufe schließen. Bei einem schnellen Kursanstieg kann daraus ein Short Squeeze entstehen. Darauf allein sollte sich eine Anlageentscheidung nicht stützen. Entscheidend bleibt das Geschäft. DroneShield muss seine Pipeline in verbindliche Aufträge umwandeln.
Noch zweifeln die Börsen.
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