Die Australier von DroneShield sind aktuell vergleichsweise schwach. Mehr als -3,1 % Verlust am Montag brachten den Kurs auf nur noch 1,73 Euro. Es fehlen 35 Cent für einen technischen Trendwechsel. Dennoch gibt es recht gute Nachrichten.
Die Expansion nach Europa nimmt bei DroneShield konkrete Formen an. Zum Start der Eurosatory 2026 in Paris meldete der Spezialist für Drohnenabwehr den erfolgreichen Abschluss seines ersten europäischen Produktionsdurchlaufs. Erstmals wird damit ein System außerhalb Australiens gefertigt. Dies ist ein wichtiger Schritt für ein Unternehmen, das bislang nahezu ausschließlich auf heimische Produktionskapazitäten gesetzt hatte.
In Europa Anschluss gewinnen. Das müsste funktionieren
Die neue Fertigung erfolgt über einen europäischen Vertragspartner mit regionaler Lieferkette. Hintergrund ist die veränderte Verteidigungsstrategie vieler Staaten. Programme wie ReArm Europe oder Readiness 2030 fördern zunehmend Anbieter mit lokaler Produktion. DroneShield positioniert sich damit frühzeitig für Ausschreibungen, bei denen regionale Lieferketten eine entscheidende Rolle spielen.
Auch baut das Unternehmen seine Präsenz auf dem Kontinent weiter aus. Bereits im März eröffnete DroneShield seinen europäischen Hauptsitz in Amsterdam. Das Management verweist darauf, dass Kunden dadurch Zugang zu regional produzierter Technologie erhalten und gleichzeitig von kürzeren Lieferwegen profitieren können.
Schließlich entwickelt sich nun das Geschäft weiter. Anfang Juni sicherte sich das Unternehmen einen Vertrag des US-Verteidigungsministeriums mit einem Gesamtvolumen von bis zu 24,9 Millionen Dollar. Der Basisauftrag umfasst 19,3 Millionen Dollar, weitere 5,6 Millionen Dollar können über Optionen in den kommenden fünf Jahren hinzukommen. Lieferungen sind bis 2027 vorgesehen.
Die Börsen aber schalten auf stur. Selbst die erste Pilotserie von Drohnenabwehrsystemen in Europa, jetzt gestartet, half nicht.
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