Einen dramatischen Wertverlust muss heute die Aktie von DroneShield aus Australien hinnehmen. Minus 7,0 % stehen derzeit auf den Kurstafeln. 3,138 Euro ist die Aktie aktuell wert.
Der Abstand zu den wichtigsten Trendindikatoren ist inzwischen immens. Zur 200-Tage-Linie beträgt das Minus rund 40,9 %. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits 41,2 % verloren. In den vergangenen fünf Handelstagen einschließlich des heutigen Tages summiert sich der Verlust auf 15,2 %. Auf Sicht von vier Wochen liegt die Aktie sogar rund 21 % im Minus.
Rückschlag kann zu hoch ausgefallen sein!
Das ist ein erheblicher Rückschlag für die Australier. Möglicherweise wird das Unternehmen derzeit auch für die jüngsten Nachrichten abgestraft, denn die Signale aus dem Markt haben sich zuletzt deutlich eingetrübt.
Zum einen ermittelt die australische Börsenaufsicht ASIC weiterhin wegen einer möglichen Verletzung von Offenlegungspflichten. Zudem wird die Investmentbank Jefferies mit einer deutlich vorsichtigeren Einschätzung zitiert. Sie hat ihre Umsatzschätzungen für die Jahre 2026 bis 2028 um rund 9 % gesenkt. Nach Einschätzung von Jefferies ist weiterhin unklar, wann der hohe Auftragsbestand von DroneShield tatsächlich in Umsätze umgewandelt werden kann.
Für das laufende Jahr befinden sich bereits 161 Millionen australische Dollar in den Auftragsbüchern. Die Vertriebspipeline, die auch potenzielle Projekte und Aufträge umfasst, beläuft sich inzwischen auf rund 2,3 Milliarden australische Dollar. Jefferies traut DroneShield derzeit jedoch offenbar nicht zu, diese Projekte schnell genug in Umsätze umzusetzen.
Es gibt allerdings auch andere Analysten, die deutlich optimistischer auf das Unternehmen blicken. Insgesamt bleibt DroneShield damit unter den Analysten umstritten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Umstand, dass JPMorgan zwar 5,15 % an DroneShield hält, zugleich aber Gerüchte aufgekommen sind, wonach ein erheblicher Teil dieser Aktien für die sogenannte Wertpapierleihe genutzt werden könnte. Dadurch würde zusätzliche Liquidität für Leerverkäufer entstehen. Dies könnte das Short-Interesse erhöhen, also die Zahl der Marktteilnehmer, die auf fallende Kurse setzen.
Am heutigen Handelstag zeigt sich genau dieses Bild. Aus rein charttechnischer Sicht befindet sich die Aktie derzeit in einem ausgeprägten Abwärtstrend.
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