DroneShield schien heute noch einmal etwas an Boden zu verlieren. Die Aktie konnte nicht punkten. Sie hat in etwa 2,7 % abgegeben. 1,30 Euro zeigen die Kurstafeln an. Das Unternehmen wird am 26. August seine endgültigen Quartalszahlen präsentieren. Der bisherige Einblick hat noch nicht gereicht, um das Geschehen insgesamt nachhaltig zu stabilisieren.

Aktie noch immer im Plus!

Immerhin liegt die Aktie nach einem sehr schwachen Verlauf in den Sommerwochen in den vergangenen fünf Tagen wieder mit rund 14 % im Plus. Sie hat sich also erholt, bleibt aber formal und auch charttechnisch in einem Abwärtstrend gefangen.

Die vorläufigen Zahlen zeigen ein Umsatzplus in Höhe von 74 % im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. 125,8 Millionen AUD wurden genannt. Das reicht allerdings noch nicht, um die Börsen nachhaltig zu überzeugen. Im Gesamtjahr soll das Unternehmen nach den jüngsten Schätzungen einen Umsatz in Höhe von 250 bis 270 Millionen AUD avisieren. Das reicht nicht, um die Erwartungen insgesamt zu erfüllen.

Auf der anderen Seite sind die Märkte immer noch relativ zuversichtlich, zumindest auf dem aktuell niedrigen Niveau. DroneShield hat nun das nächste Flaggschiff-Produkt RF Recon auf Basis der moderneren RF AI-3-Architektur herausgebracht. Damit geht es für die Produktpalette etwas weiter nach vorne. Statt nur auf Drohnenabwehr spezialisiert zu sein, geht es hier um eine höherwertige Funkfrequenzaufklärung. Hier möchte DroneShield erste Umsätze bereits Ende der zweiten Jahreshälfte 2026 produzieren.

Dazu setzt das Unternehmen weiterhin auf steigende Umsätze im Bereich der Software-Abonnements und Services. Wenn sich dieser Trend, wenn auch auf geringem Niveau, fortsetzt, wird DroneShield damit auch kurzfristig unabhängiger von einzelnen Aufträgen.

Dass DroneShield jedoch bei den Umsatzprognosen etwas unterhalb der Markterwartungen lag, hat tatsächlich für etwas Enttäuschung gesorgt. Am 26. August könnte hier durch weitere Erläuterungen eine Trendwende in der Wahrnehmung dieser Quartals- und Halbjahreszahlen erfolgen.

Die Aktie arbeitet sich jedenfalls in den vergangenen Tagen etwas mühsam wieder nach oben. Wie beschrieben, ist am Montag die Stimmung wieder etwas gekippt und die Aktie verlor. Auf der anderen Seite ist derzeit der Abstand zu richtig riskanten Marken wie zum Beispiel der Untergrenze bei 1 Euro in den vergangenen Tagen deutlich angewachsen. Das ist ein sehr gutes Zeichen.