Für DroneShield hat es sich in der vergangenen Woche etwas stabilisiert. Am Freitag legte das Papier um rund 5,8 % zu und sendete damit erstmals seit längerer Zeit wieder ein positives Signal an die Anleger. Dennoch bleibt die charttechnische Ausgangslage weiterhin angespannt.
Mit einem Kurs von 1,79 Euro notiert die Aktie noch immer deutlich unter der wichtigen Marke von 2 Euro. Bis zu dieser psychologisch bedeutsamen Schwelle fehlen rund 20 Cent. Noch darüber verläuft bei etwa 2,08 Euro die 200-Tage-Linie, die als wichtiger langfristiger Trendindikator gilt. Aus technischer Sicht befindet sich die Aktie damit weiterhin in einem Abwärtstrend.
Allerdings gibt es inzwischen mehrere Faktoren, die für eine mögliche Stabilisierung sprechen könnten.
DroneShield: Hier ist es kritisch
Der Kurs geriet seit Anfang Mai vor allem deshalb unter Druck, weil die australische Börsenaufsicht Ermittlungen gegen das Unternehmen aufgenommen hat. Hintergrund sind mögliche Verstöße gegen Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit Insiderverkäufen von Aktien im vergangenen Jahr.
Bislang ist jedoch offen, welche Konsequenzen sich daraus tatsächlich ergeben könnten. Weder die Dauer des Verfahrens noch eine mögliche Höhe etwaiger Sanktionen lassen sich derzeit zuverlässig abschätzen. Vor diesem Hintergrund erscheint die starke Kursreaktion der vergangenen Wochen aus Sicht einiger Marktteilnehmer möglicherweise überzogen.
Hinzu kommt, dass sich das Geschäft weiterhin positiv entwickelt. DroneShield gilt als einer der führenden Anbieter von Technologien zur Drohnenabwehr und profitiert von einem weltweit steigenden Bedarf an entsprechenden Sicherheitslösungen.
Zuletzt konnte das Unternehmen einen weiteren Auftrag aus den USA vermelden. Das Volumen beläuft sich auf rund 25 Millionen australische Dollar. Auftraggeber ist die US Joint Interagency Task Force für Drohnenabwehr. Besonders interessant ist dabei weniger das konkrete Volumen als vielmehr die Signalwirkung.
Denn eine stärkere Präsenz auf dem US-Markt könnte für DroneShield langfristig erhebliche Chancen eröffnen. Die dortigen Verteidigungs- und Sicherheitsbudgets übersteigen die vieler anderer Märkte deutlich. Gelingt es dem Unternehmen, sich dauerhaft als Anbieter zu etablieren, könnten daraus weitere größere Aufträge folgen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es. Bei der DroneShield ist dies sehr wahr.
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