DroneShield fiel bislang zum Wochenauftakt auf 1,92 Euro und verlor dabei satte 5,7 % %. Damit gehört die Aktie trotz eines Wochengewinns von 9,85 % zu den schwächsten Werten des Tages. Auslöser sind gleich mehrere Belastungsfaktoren, die sich zuletzt rund um Corporate Governance und Transparenz aufgebaut haben.
DroneShield: Kleiner Ärger, große Auswirkung!
Besonders schwer wiegt die Hauptversammlung. Fast die Hälfte der Aktionäre stimmte gegen den Vergütungsbericht des Managements. Nach australischem Gesellschaftsrecht führt eine Ablehnung von mehr als 25 % zu einem sogenannten First Strike. Sollte es im kommenden Jahr erneut zu einer solchen Abstimmung kommen, könnte eine komplette Neuwahl des Verwaltungsrats ausgelöst werden.
Zusätzlichen Druck erzeugte die Reaktion von Jefferies. Die Investmentbank stufte DroneShield von Hold auf Underperform herab und senkte das Kursziel von 3,40 auf 2,80 Australische Dollar. Als Hauptgrund nennt Jefferies die Entscheidung des Unternehmens, bisher veröffentlichte Pipeline-Daten künftig nicht mehr offenzulegen. Dadurch werde die Prognosequalität für Umsatz und Gewinn deutlich erschwert.
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Die Analysten reduzierten daraufhin ihre Umsatzschätzungen um rund 10 % und senkten die Gewinnprognosen für die Jahre 2026 bis 2028. Zwar stieg die Pipeline fest zugesagter Umsätze zuletzt auf 161 Millionen Australische Dollar, seit April kamen jedoch lediglich rund sechs Millionen Australische Dollar an neuen festen Aufträgen hinzu. Genau diese Entwicklung steht im Mittelpunkt der Kritik.
Nicht zu vergessen ist ein rechtliches Problem: So untersucht die australische Finanzaufsicht ASIC frühere Unternehmensmitteilungen und mögliche Handelsaktivitäten rund um den November 2025. Das Unternehmen hatte daraufhin bereits neue Richtlinien für Offenlegung und Insiderhandel eingeführt.
Daher bleiben die Analysten hier mit höheren Kurszielen sicher zuversichtlich. Der Kampf aber ist heute hart.
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