Für die Aktie von DroneShield geht es heute um annähernd fünf % nach unten. Die Papiere notieren bei 1,33 Euro. Das entspricht einem Abschlag von 4,6 %.

Allerdings hatte die Aktie zuletzt deutlich zugelegt und liegt über die vergangenen fünf Handelstage noch immer mit mehr als 20 % im Plus. Die Börsen hatten damit zuvor einen Teil der Verluste aufgeholt, die entstanden waren, nachdem DroneShield einräumen musste, dass die Bruttomarge im ersten Halbjahr bei 60 % liegen wird.

Bruttomarge ist hoch genug

Der Markt reagierte enttäuscht darauf, dass die Bruttomarge des Vorjahres von 65 % zunächst nicht erreicht wird. DroneShield versicherte jedoch, dass die Bruttomarge im zweiten Halbjahr wieder auf 65 % steigen soll. Das Unternehmen begründete den zwischenzeitlichen Rückgang damit, dass aufgrund der besseren Auftragslage verstärkt bei Drittanbietern eingekauft werden musste. Dadurch gerieten die Margen vorübergehend unter Druck.

Wie beschrieben hatten die Börsen diese Entwicklung zuletzt bereits teilweise neu bewertet. Dennoch bleiben die Märkte vorsichtig. Grund dafür sind die laufenden Untersuchungen der australischen Börsenaufsicht. Sie prüft, ob DroneShield im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit Insiderverkäufen gegen Offenlegungspflichten verstoßen hat.

Die Berichterstattung hierzu ist bislang ausgesprochen dünn. Entsprechend bleibt die Unsicherheit hoch. Auch das Unternehmen selbst hat sich bislang nur zurückhaltend zu dem Verfahren geäußert.

Die Aktie liegt im laufenden Jahr deshalb weiterhin mit 32,3 % im Minus, obwohl sich an den operativen Perspektiven vergleichsweise wenig geändert hat. Im Gegenteil: Wirtschaftlich könnte DroneShield sogar zusätzlichen Rückenwind erhalten. So wurde bekannt, dass die NATO für das Unternehmen künftig eine größere Rolle spielen könnte.

Konkret hatten die NATO-Staaten auf ihrem Treffen im Juli beschlossen, bis zum Jahr 2031 mehr als 40 Milliarden US-Dollar in Drohnenabwehrtechnologie zu investieren. Davon könnte auch DroneShield profitieren, zumal das Unternehmen auf diesem Gebiet inzwischen auch beim Pentagon verstärkt wahrgenommen wird.

DroneShield wird seine Quartalszahlen am 26. August offiziell vorlegen. Bis dahin dürfte die Unsicherheit am Markt zunächst bestehen bleiben. Wann die australische Börsenaufsicht ihre Untersuchungen abschließen wird, ist derzeit allerdings noch offen.