DroneShield rauschte am Mittwoch erneut abwärts. Ein Minus von 4 % drückte die Aktie auf 1,06 Euro. Die Schwäche erschien umso heftiger, weil keinerlei neue Nachrichten vorlagen. Händler orientierten sich nur am Kurs, und der zeigte klar nach unten. Die Stimmung rund um den Rüstungskonzern ist denkbar schlecht. Die Aktie wird dem Abwärtstrend entgegentrudeln, scheint es.

Analysten der charttechnischen und der technischen Analyse sind sich weitgehend einig. Einzig die Untergrenze bei 1 Euro ist noch ein Hindernis auf dem Weg nach unten. Es sieht derzeit nicht so aus, als sollte die DroneShield hier unbedingt Halt machen. Zu tief ist auch noch der Insider-Verkauf von Aktien und das daraus entstandene Misstrauen am Markt präsent. Es helfen derzeit auch die schönsten wirtschaftlichen Nachrichten kaum weiter. Es geht in vielen Bereichen nur um die Stimmung rund um die Aktie.

DroneShield: Sie machen einfach so weiter

Dabei könnte das Unternehmen u.a. abstrakt darauf verweisen, dass die Anti-Drohnen-Systeme weiterhin sehr gefragt sind, zumindest ihrer Art nach. Es soll EU-weit verteidigt werden. Auf der anderen Seite jedoch sind auch die konkreten Nachrichten derzeit wohl nicht so relevant wie vielleicht erhofft.

Der jüngste Auftrag über 5,2 Millionen AUD half nicht. Der Markt blendete diese Information komplett aus und konzentrierte sich weiterhin auf den belastenden Insider-Skandal. Der Kurs zuckte nur für Momente nach oben, bevor die Verkäufer wieder dominierten.

Die Stimmung kippte dadurch vollständig. Viele Akteure sahen die Zone um 1 Euro als nächste entscheidende Marke. Jeder Rücksetzer verstärkte die Nervosität. Da neue Meldungen ausblieben, gewann der Trend selbst die Kontrolle über das Geschehen.

Mit jedem Handelsschritt wuchs der Eindruck, dass die Aktie ihre Stabilität verloren hatte. Hohe Ausschläge, fehlende Impulse und der Vertrauensschaden durch die Insider-Geschäfte bestimmten den Mittwoch. Sollte die 1-Euro-Grenze brechen, droht ein tieferes Abrutschen. Die Marktteilnehmer warteten auf ein Zeichen, doch das Unternehmen lieferte keines.