DroneShield liefert derzeit genau das, was der Markt bei Rüstungs- und Sicherheitstechnologie sehen will: schnell umsetzbare Aufträge plus starkes Wachstum. Nach frischen Vertragsmeldungen mit einem westlichen Militärkunden rückt vor allem eine Frage in den Vordergrund: Wie belastbar ist der Schwung – und wie viel davon ist bereits „eingepreist“?
Sechs Verträge – und diesmal mit Tempo
Heute meldete das Unternehmen ein Paket aus sechs eigenständigen Verträgen im Gesamtwert von 21,7 Mio. A$ (abgeschlossen über einen Inlands-Reseller für einen westlichen militärischen Endkunden). Geliefert werden laut Mitteilung unter anderem tragbare Counter-Drone-Systeme, Ersatzteil-Kits sowie Software-Abonnements.
Entscheidend ist dabei weniger die Produktliste als die Abwicklung: Die Ware sei aus bestehenden Beständen verfügbar, die Auslieferung soll im 1. Quartal 2026 erfolgen. Die Zahlung erwartet DroneShield im 2. Quartal 2026. Zusätzliche wesentliche Bedingungen gebe es nicht – das senkt das Risiko, dass der Auftrag am Ende doch noch ins Wasser fällt.
Der Reseller ist laut Unternehmen eine 100%-Tochter eines börsennotierten, globalen Konzerns. Mit diesem Partner hat DroneShield zudem Historie: In den vergangenen sieben Jahren kamen demnach bereits 39 frühere Aufträge über zusammen mehr als 17,8 Mio. A$ zustande.
Rekordjahr als Fundament
Die Auftragsmeldung kommt nur einen Tag nach den gemeldeten Rekordzahlen für das Geschäftsjahr 2025. DroneShield berichtete für FY2025 einen Umsatz von 216,5 Mio. A$ – ein Plus von 276% gegenüber dem Vorjahr. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 3,5 Mio. A$ (+367%). Beim „Underlying“-Ergebnis vor Steuern nennt das Unternehmen 33,3 Mio. A$, was einem sehr starken Anstieg entspricht.
Auffällig: Der Umsatz wurde laut Zahlenwerk vor allem über Distributoren erzielt (179,5 Mio. A$) und deutlich weniger über Direktgeschäft (37,1 Mio. A$). Den größten Anteil lieferte Hardware inklusive Versand (196,3 Mio. A$). Abos (11,6 Mio. A$) und Services (6,3 Mio. A$) spielten dagegen eine kleinere Rolle.
Zusätzlich verweist DroneShield auf eine deutlich gewachsene Vertriebspipeline: 2,3 Mrd. A$ verteilt auf rund 295 Deals, laut Unternehmen ein Plus von 92% binnen zwölf Monaten. Das ist kein Umsatz, aber ein wichtiger Stimmungs- und Nachfrageindikator.
Forschungspakt und Ausbau der Kapazitäten
Ebenfalls am Mittwoch wurde eine dreijährige Kooperationsvereinbarung mit Australiens Verteidigungsministerium bekannt: Die Defence Science and Technology Group (DSTG) und DroneShield wollen Daten zu neuen Drohnentechnologien teilen und gemeinsam Tests durchführen – inklusive Zugriff auf Testobjekte, Gelände und Einrichtungen.
Parallel treibt DroneShield den Ausbau voran. Laut Investorenpräsentation will das Unternehmen die Produktionskapazität von 500 Mio. A$ pro Jahr (2025) auf 2,4 Mrd. A$ pro Jahr bis Ende 2026 erhöhen – über neue Standorte in Australien, den USA und Europa. Die Mitarbeiterzahl sei von 250 auf über 450 gestiegen, darunter mehr als 350 Hardware- und Software-Ingenieure.
Am Markt spiegelte sich die Nachrichtenlage heute in einem festen Tag wider: Der Kurs lag bei 2,14 € und damit 4,65% im Plus.
Zum nächsten Taktgeber dürften nun vor allem zwei Punkte werden: die tatsächliche Auslieferung der heute gemeldeten Bestellungen im laufenden Quartal sowie der Zahlungseingang, den DroneShield für Q2 2026 in Aussicht stellt.
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