Mit 240,4 Millionen AUD an bereits zugesagten Erlösen verfügt DroneShield über ein Auftragsvolumen, das den gesamten Umsatz des Geschäftsjahres 2025 von 216 Millionen AUD bereits übersteigt. Für 2026 hält das Unternehmen an seinem Umsatzziel von 250 bis 270 Millionen AUD fest. Der hohe Bestand an vereinbartem Geschäft bleibt damit eine der wichtigsten operativen Kennzahlen.
An der Börse kommt davon wenig an. Die DroneShield-Aktie liegt vor der neuen Woche bei gut 1,03 Euro und nähert sich damit der runden Marke von 1 Euro. Der Kurs notiert rund 14 % unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,25 Euro und sogar 39 % unter der 200-Tage-Linie. Neue Unternehmensmeldungen, die am Wochenende für einen Kursimpuls sorgen könnten, gab es nicht.
Unsicherheit wegen der Aufsicht
Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor bleibt die Untersuchung der australischen Finanzaufsicht ASIC. Die Behörde prüft Börsenmitteilungen von DroneShield und Handelsaktivitäten aus dem November 2025. Das Unternehmen unterstützt die Untersuchung. Der Ausgang der Prüfung und mögliche Folgen sind bislang offen.
Bei den Analysten reicht die Bewertung entsprechend weit auseinander. Bell Potter bestätigte Anfang September seine Kaufempfehlung, senkte das Kursziel jedoch von 2,50 auf 2,40 AUD. Canaccord Genuity liegt mit 2,60 AUD darüber. Jefferies nennt 1,45 AUD, Ord Minnett 1,50 AUD. Damit reicht die Spanne der genannten Ziele von 1,45 bis 2,60 AUD.
Ein wichtiger Teil der Wachstumserwartungen entfällt auf Software. Die wiederkehrenden Erlöse stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 229 % auf 11,5 Millionen AUD. Weltweit sind inzwischen 4.100 softwarefähige Geräte installiert. Der Anteil des Abonnementgeschäfts erhöhte sich von 5 % im Gesamtjahr 2025 auf 9 % im ersten Halbjahr 2026.
Weitere Geschäftsmöglichkeiten verfolgt DroneShield mit seiner Beteiligung an der Bewerbung um RE-ARM 2030. Das Unternehmen tritt dort gemeinsam mit Anduril, COBS und Nokia an. Die Vorauswahl der Konsortien wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Erst mit einer erfolgreichen Auswahl könnte daraus ein konkreteres Geschäft für DroneShield entstehen.
Auch aus den USA wurde über einen möglichen größeren Auftrag berichtet. Genannt werden 24,9 Millionen AUD für mobile und stationäre Drohnenabwehr-Hardware, Software-Abonnements und Support für das US-Verteidigungsministerium. Eine direkt zugängliche Vertragsbestätigung liegt dem zugrunde liegenden Material allerdings nicht bei, weshalb dieser Betrag noch nicht wie ein gesicherter Auftrag behandelt werden sollte.
Finanziell verfügt DroneShield über 180 Millionen AUD an liquiden Mitteln und Termineinlagen und ist schuldenfrei. Im ersten Halbjahr entstand allerdings ein Nettoverlust von 32,2 Millionen AUD. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 2,1 Millionen AUD erzielt.
Als nächster operativer Baustein kommt RfRecon hinzu. Für die Plattform sind erste Verkäufe in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Im Verlauf von 2027 sollen daraus weitere Umsätze entstehen und das bisherige Hardware- und Softwaregeschäft ergänzen.
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