DroneShield steht vor einer Zäsur. Wenn sich die Aktionäre am 29. Mai in Sydney zur Hauptversammlung treffen, geht es um mehr als Routine-Abstimmungen. Ein komplett erneuertes Führungsteam übernimmt das Ruder bei dem Spezialisten für Drohnenabwehr. Parallel dazu diskutiert der Markt hartnäckig, ob die hohe Bewertung des Unternehmens noch gerechtfertigt ist.
Wachstumsfantasie trifft auf Analystenskepsis
Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 15,4 wird die Aktie weit über dem Branchendurchschnitt gehandelt. Dieser Aufschlag macht das Papier anfällig für Verzögerungen bei Vertragsabschlüssen. Jefferies stuft die Aktie auf „Halten“ mit einem Kursziel von 3,70 Australischen Dollar ein. Die Analysten bezweifeln, dass die aktuellen Wachstumsraten nachhaltig sind.
Bell Potter rät hingegen zum Kauf und sieht das Ziel bei 4,80 Dollar. An der Börse kühlte die Stimmung zuletzt ab. Am Freitag schloss die Aktie bei 2,18 Euro und verlor damit 3,8 Prozent.
Auf Sicht von zwölf Monaten steht zwar immer noch ein Plus von rund 213 Prozent auf der Anzeigetafel. Aktuell notiert der Kurs jedoch unter der 50-Tage-Linie von 2,28 Euro.
Umbau an der Spitze
Die Hauptversammlung markiert den Abschluss eines weitreichenden personellen Umbaus. Hamish McLennan übernimmt nach dem Treffen offiziell den Posten des Verwaltungsratschefs. Er begleitete in der Vergangenheit bereits das Wachstum der REA Group auf eine Marktkapitalisierung von 20 Milliarden Dollar. Seine Vergütung umfasst Aktien im Wert von 200.000 Dollar, die bis Mai 2027 gesperrt bleiben.
Auch der CEO-Posten ist neu besetzt. Angus Bean, zuvor Produktchef, leitet das operative Geschäft seit Anfang April. Auf der Agenda in Sydney stehen nun Abstimmungen über sein Vergütungspaket sowie neue langfristige Anreizprogramme.
Der Weg zum Software-Konzern
Operativ treibt das neue Duo den Wandel vom Hardware-Produzenten zum Software-Anbieter voran. Im zweiten Quartal rollt DroneShield ein KI-gestütztes Update aus. Das System klassifiziert Drohnen automatisch und filtert irrelevante Signale heraus. Das reduziert die Belastung der Bediener in unübersichtlichen Lufträumen.
Bislang machen wiederkehrende Software-Umsätze knapp sieben Prozent der Erlöse aus. Das langfristige Ziel liegt bei 30 Prozent, gekoppelt an einen anvisierten Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar.
Der makroökonomische Rückenwind ist massiv. Die australische Regierung plant Investitionen von bis zu sieben Milliarden Dollar in die Drohnenabwehr. Das Pentagon kalkuliert für 2027 mit einem Budget von über 70 Milliarden US-Dollar für Drohnen und entsprechende Gegenmaßnahmen.
Am 29. Mai müssen Bean und McLennan den Aktionären beweisen, dass sich diese gewaltigen Budgets in konkrete Aufträge für DroneShield übersetzen lassen. Die anstehenden Abstimmungsergebnisse in Sydney werden als direkter Gradmesser dienen, wie viel Vertrauen der Markt dem neuen Führungsduo für diese Aufgabe entgegenbringt.
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