DroneShield gewinnt langsam wieder etwas Traktion. Die Aktie steigt seit etwa einer Woche wieder deutlich an. Innerhalb der vergangenen fünf Tage vor dem heutigen Montag ist das Papier um 8,2 % geklettert, und jetzt geht es je nach Börsenplatz um zwischen 2,5 und 5,5 % aufwärts. Die Notierungen erreichen damit ungefähr ein Niveau von 1,53 bis 1,55 Euro.
Formal fehlt hier noch etwas!
Die Aktie ist formal immer noch in einem klaren Abwärtstrend. Die Abstände zum GD100 und zum GD200 belaufen sich auf deutliche 25 %. Der RSL130, der ebenfalls die mittelfristige Trendindikation darstellt, weist einen Wert von 0,74 auf. Erst bei einem Wert von 1 wäre hier ein mittelfristiger Seitwärtstrend erreicht. Insofern zeigen die Trendindikatoren für diese Aktie derzeit noch nach unten.
Das ist insofern nicht sonderlich überraschend, als immer noch ein Damoklesschwert über dem Unternehmen hängt. DroneShield ist Gegenstand von Untersuchungen durch die australische Börsenaufsicht. Diese hat ein Verfahren wegen möglicher Verstöße gegen Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit Insidergeschäften und den entsprechenden Meldungen eingeleitet. Insofern dürften die Märkte hier noch rätseln.
Am heutigen Tag profitiert das Papier lediglich davon, dass neue Drohnensoftware veröffentlicht worden ist. Das hat die Märkte beschäftigt, ohne dass sich damit wirtschaftliche Kennzahlen auf den ersten Blick verändern würden. Aber die Stimmung steigt wieder.
Um wieder in den Aufwärtstrend zu marschieren, dürfte es allerdings nach der aktuellen Nachrichtenlage vor allem darauf ankommen, wie sich die Untersuchung durch die Börsenaufsicht künftig entwickelt. Je schneller diese Untersuchung – in welcher Form auch immer – abgeschlossen sein wird und je früher entsprechende Nachrichten am Markt auftauchen, desto besser wird es für diese Aktie sein.
DroneShield ist allerdings nach Meinung von Analysten deutlich mehr wert, als die Börsen derzeit zu zahlen bereit sind. Ein Aufschlag von über 50 % wäre bezogen auf die mittleren Kursziele der Analysten nicht überraschend. Einschränkend muss gesagt werden, dass sich nicht allzu viele Analysten an diesen Kurszielschätzungen beteiligt haben und insofern hier wahrscheinlich eine gewisse Verzerrung vorliegt.
Der Markt selbst hat den Daumen noch gesenkt, auch wenn heute ein kleiner Befreiungsschlag sichtbar ist. Bei DroneShield ist zudem zu beachten, dass die Schwankungsbreite des Papiers außergewöhnlich hoch ist.
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