Die Aktie von DroneShield zeigt zum Wochenbeginn eine deutliche Erholung. Das Papier gewinnt rund 9,9 % und steigt auf etwa 1,15 Euro. Nach den massiven Kursverlusten der vergangenen Wochen ist dies zunächst ein positives Signal.
An der übergeordneten charttechnischen Situation ändert sich dadurch allerdings noch wenig. Die Aktie notiert weiterhin deutlich unter den wichtigsten Trendindikatoren. Zum GD100 beträgt der Abstand noch rund 38 %, zum GD200 sogar etwa 39 %. Aus technischer Sicht befindet sich DroneShield damit weiterhin klar in einem Abwärtstrend. Immerhin wächst mit dem heutigen Kurssprung der Abstand zur psychologisch wichtigen Marke von 1 Euro wieder etwas. Diese Unterstützung bleibt dennoch im Fokus der Anleger. Der kräftige Kursanstieg spricht zumindest dafür, dass ein unmittelbarer weiterer Kurseinbruch derzeit weniger wahrscheinlich erscheint.
Es wird dennoch eng für die DroneShield
Als Auslöser der Erholung gilt vor allem die Einschätzung vieler Marktbeobachter, dass die Aktie nach den starken Verlusten inzwischen deutlich überverkauft sein könnte. Seit Jahresbeginn hatte DroneShield zeitweise rund 36 % an Wert verloren. Die Kursentwicklung stand dabei in keinem Verhältnis zur operativen Entwicklung des Unternehmens, so zumindest die Einschätzung zahlreicher Kommentatoren.
Belastet wurde die Aktie zuletzt vor allem durch das Trading-Update zum ersten Halbjahr. DroneShield hatte angekündigt, dass die Bruttomarge im ersten Halbjahr voraussichtlich auf rund 60 % sinken werde. Im Vorjahreszeitraum hatte sie noch bei 65 % gelegen. Diese Nachricht löste an der Börse erhebliche Enttäuschung aus.
Das Unternehmen bemühte sich jedoch umgehend um eine Einordnung. Für das zweite Halbjahr stellt das Management erneut eine Bruttomarge von rund 65 % in Aussicht. Ob dies gelingt, werden die kommenden Quartalszahlen zeigen.
Positiv aufgenommen wurde zuletzt dagegen die Umsatzentwicklung. Nach vorläufigen Angaben stieg der Umsatz im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 74 %. Damit entwickelt sich das operative Geschäft deutlich besser, als es der starke Kursrückgang vermuten lässt.
Dennoch bleiben die Erwartungen für das Gesamtjahr ein Unsicherheitsfaktor. Die Umsatzprognose des Unternehmens liegt unter den bisherigen Konsensschätzungen vieler Analysten. Genau dieser vorsichtigere Ausblick hatte die Skepsis an den Märkten zuletzt zusätzlich verstärkt.
Der heutige Kurssprung ist deshalb zunächst vor allem als technische Gegenbewegung zu werten. Ob daraus eine nachhaltige Trendwende entsteht, dürfte sich erst mit den endgültigen Halbjahreszahlen und einem überzeugenden Ausblick entscheiden. Bis dahin bleibt DroneShield trotz der kräftigen Erholung in einem klaren Abwärtstrend.
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