Schlecht steht es nun auch aus charttechnischer Sicht um die DroneShield. Die Kurse waren am Freitag um weitere rund 2,4 % nach unten gelaufen. Bei nur noch 1,21 Euro wird es jetzt enger für die Australier. Es sieht eher so aus, als sollte auch diese Unterstützung unter Druck geraten. Das steht allerdins nun auch auf dem Prüfstand, denn am 26.8. kommen die Quartalszahlen.
DroneShield: Diese Zahlen werden wichtig
DroneShield wächst operativ weiter mit hohem Tempo, doch an der Börse reicht das derzeit nicht aus, um die Zweifel an der weiteren Entwicklung auszuräumen. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte der Spezialist für Drohnenabwehr und elektronische Aufklärung den vorläufigen Angaben nach einen Umsatz von 125,8 Millionen AUD, ein Plus von 74 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig lagen bereits 206 Millionen AUD an zugesagtem oder vertraglich gesichertem Umsatzvolumen für das Gesamtjahr vor. Die Nachfrage nach den Technologien des Unternehmens bleibt damit grundsätzlich hoch.
Zusätzlichen Rückenwind liefern konkrete Aufträge aus wichtigen Verteidigungsmärkten. Ende Juli sicherte sich DroneShield einen europäischen Auftrag über 23,2 Millionen AUD für fahrzeugmontierte Drohnenabwehrsysteme. Bereits zuvor hatte das Unternehmen einen Auftrag der Joint Interagency Task Force 401 des US-Verteidigungsministeriums im Wert von 24,9 Millionen AUD erhalten. Europa entwickelt sich dabei zunehmend zu einem zentralen Wachstumsmarkt und macht laut den vorliegenden Informationen inzwischen rund die Hälfte der Vertriebspipeline aus.
Strategisch versucht DroneShield, seine Abhängigkeit vom klassischen Counter-Drone-Geschäft zu verringern. Mit RfRecon wurde ein tragbares System für die Funkaufklärung vorgestellt, das Signale in Echtzeit erkennen, analysieren und orten soll. Die Technologie basiert auf der proprietären RfAI-3-Architektur und erweitert das Portfolio in Richtung elektronischer Aufklärung. Kurzfristig ist daraus allerdings noch kein großer Umsatzbeitrag abzuleiten, denn konkrete kommerzielle Erfolge stehen noch aus. Erste mögliche Aufträge und Erlöse erwartet das Unternehmen frühestens ab der zweiten Jahreshälfte 2026.
Das heißt: Das strukturelle Marktumfeld bleibt attraktiv, da die Nachfrage nach Drohnenabwehr, elektronischer Aufklärung und elektromagnetischer Kriegsführung weiter steigt. Für das US-Haushaltsjahr 2027 wurden laut den Quellen sogar 75 Milliarden US-Dollar für Drohnen- und Gegendrohnentechnologien vorgeschlagen. Für DroneShield wird damit jedoch zunehmend entscheidend, wie viel von diesem wachsenden Markt tatsächlich in neue Aufträge und nachhaltig steigende Umsätze überführt werden kann. Am 26.8. entscheidet sich alles.
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