Die DroneShield notierte zum Handelsschluss gestern bei 1,570 Euro und verlor weitere 1,86 %. Damit summiert sich das Minus der vergangenen Woche auf 6,23 %. Auf Monatssicht beträgt der Rückgang bereits 12,75 %. Die schwache Kursentwicklung fällt umso mehr auf, weil das Unternehmen gleichzeitig einen bedeutenden neuen Auftrag melden konnte.

Auftragsdaten zählen hier nicht!

Nach Unternehmensangaben erhielt DroneShield einen Auftrag der US Joint Interagency Task Force über 24,9 Millionen US-Dollar. Geliefert werden mobile und stationäre Systeme zur Drohnenabwehr. Die Meldung zählt zu den größten Einzelaufträgen der vergangenen Monate und unterstreicht die starke Stellung des Unternehmens im Bereich Counter Drone Technologien.

Die Börse reagierte dennoch nicht positiv. Stattdessen setzte sich die Abwärtsbewegung fort. Dies deutet darauf hin, dass Investoren aktuell andere Faktoren stärker gewichten als einzelne Auftragseingänge. Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleibt die Unsicherheit rund um laufende Untersuchungen der australischen Finanzaufsicht ASIC, die auch in der ergänzenden Textquelle thematisiert werden.

Wirtschaftliche liefert DroneShield dagegen weiterhin positive Nachrichten. Mitte Juni meldete das Unternehmen die erste Produktion eines Drohnenabwehrsystems in Europa. Zusätzlich wurde eine Vermarktungspartnerschaft mit Defenture bekanntgegeben. Ziel ist die gemeinsame Vermarktung von Drohnenabwehrlösungen in europäischen Verteidigungsmärkten.

Auch die Fundamentaldaten zeigen Wachstum. Für 2026 erwarten Analysten einen Umsatz von 336 Millionen australischen Dollar. 2027 sollen die Erlöse auf 418 Millionen australische Dollar steigen. Der Nettogewinn soll im gleichen Zeitraum von 33,37 Millionen auf 62,77 Millionen australische Dollar zulegen.

Die Bewertung bleibt dennoch anspruchsvoll. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt für 2026 bei 75,3 und für 2027 bei 40. Gleichzeitig wird das Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz für 2026 mit 6,69 angegeben. Investoren bezahlen damit bereits heute einen erheblichen Teil des erwarteten Wachstums. Und genau das funktioniert aktuell nicht. Die Aktie hat 24 % Abstand zum GD100. Analysten erwarten allerdings deutlich steigende Kurse!