„Kämpfen“, möchte man der Aktie von DroneShield derzeit fast zurufen. Am Mittwoch ging es für den Titel aktuell um -4,1 % abwärts. Schon Dienstag verlor das Papier weitere 8,5 % und fiel auf 1,16 Euro. Damit summiert sich das Minus der vergangenen fünf Handelstage auf 16,3 %. Auf Sicht von vier Wochen beträgt der Kursverlust bereits 25,10 %.
DroneShield ist extrem schwach aufgestellt
Von einem nachhaltigen Aufwärtstrend ist die Aktie damit weit entfernt. Zur 100-Tage-Linie fehlen derzeit 41,5 %, zur 200-Tage-Linie sogar rund 42 %. Aus technischer Sicht befindet sich DroneShield damit klar in einem Abwärtstrend. Es sieht derzeit eher danach aus, als könnte die Aktie in Richtung der Marke von 1 Euro fallen und damit die nächste Unterstützungszone testen.
Bemerkenswert ist, dass diese Entwicklung trotz einer insgesamt positiven Nachrichtenlage auf der Unternehmensseite stattfindet. DroneShield war zuletzt wiederholt für den hohen Auftragsbestand gelobt worden. Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 74 % auf 125,8 Millionen Australische Dollar. Zudem sicherte sich das Unternehmen neue Militäraufträge in Europa im Volumen von rund 23 Millionen AUD. Der Auftragsbestand entspricht inzwischen bereits rund 95 % des gesamten Vorjahresumsatzes.
An den Märkten spielen diese positiven Nachrichten derzeit jedoch kaum eine Rolle. Ausschlaggebend für den jüngsten Kursrutsch war offenbar die Warnung des Unternehmens, dass die Bruttomarge im ersten Halbjahr mit rund 60 % unter dem Niveau des Vorhalbjahres von 65 % liegen werde. Zwar stellte DroneShield in Aussicht, im zweiten Halbjahr wieder eine Bruttomarge von rund 65 % zu erreichen. Dieses Versprechen reichte den Anlegern jedoch nicht aus.
Die Aktie befindet sich damit in einem klaren Abwärtstrend. Entscheidend wird nun sein, ob es dem Unternehmen mit der Vorlage der endgültigen Quartalszahlen gelingt, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.
Nach derzeitiger Planung wird DroneShield die Zahlen für das zweite Quartal am 26. August veröffentlichen. Am 27. August soll eine Investorenkonferenz folgen, auf der das Management die Ergebnisse erläutern wird.
Während die Börse die Aktie derzeit deutlich abstraft, bleiben viele Analysten deutlich optimistischer. Ihre Kursziele liegen weiterhin klar über dem aktuellen Kursniveau.
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