Einen recht schwachen Tag hat heute die Aktie von DroneShield zu erdulden. Die Notierungen haben weitere 2,8 % verloren. 1,31 Euro werden auf den Kurstafeln angezeigt, was wiederum zeigt, dass die Aktie tatsächlich in einem echten Abwärtstrend verbleibt. Die jüngsten Gewinne konnten nicht ganz gehalten werden. 40,2 % bleiben unter dem Strich allerdings noch für die vergangenen 500 Tage bei der Aktie stehen. Seit Jahresbeginn sind damit allerdings immer noch 26,7 % Verlust zu verarbeiten.

DroneShield muss noch immer zittern

DroneShield selbst hat sich das Leben etwas schwer gemacht. Das Unternehmen hat möglicherweise Offenlegungspflichten verletzt und damit die australische Börsenaufsicht gegen sich aufgebracht. Die prüft jedenfalls das Verhalten des Unternehmens im zeitlichen Zusammenhang mit Insiderverkäufen im Herbst vergangenen Jahres durch den damaligen Vorstand. Welche Strafen möglicherweise auf DroneShield warten, ist nicht bekannt. Es gibt auch kaum Nachrichten zu dem Vorgang. Insgesamt ist hier also ein klarer Stimmungskiller nicht zu verleugnen.

Tatsächlich hat DroneShield selbst allerdings zuletzt noch einmal nachgelegt, indem das Unternehmen vorab die Zahlen für das erste und zweite Quartal bekannt gegeben hat, zumindest in Auszügen. Klar ist jetzt, dass die Bruttomarge nicht bei 65 % lag, sondern bei nur noch 60 %. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es einen vermehrten Einkauf bei Drittherstellern gegeben hat. DroneShield selbst muss damit die höheren Auftragseingänge kompensieren. Insofern ist es nicht überraschend, dass die Bruttomarge gefallen ist.

DroneShield selbst gab allerdings an, dass die Bruttomarge wieder auf 65 % steigen soll. Insofern bleibt DroneShield hier profitabel. Der Umsatz wird etwas enttäuschen. Im laufenden Jahr wird eine Umsatzhöhe von nur noch 250 bis 270 Millionen australischen Dollar erwartet. Das ist zwar eine Umsatzsteigerung, allerdings vielleicht nicht in dem Ausmaß, in dem die Börsen sich diese erhofft haben.

Die Aktie ist tatsächlich auch in einem formalen Abwärtstrend. Dennoch ist das Geschehen an den Märkten nicht mehr so schwach, wie es sich zeitweise für DroneShield dargestellt hatte. Der Montagsverlust ist im Moment noch kein besonderes Drama. Die Aktie liegt, wie beschrieben, seit einer Woche noch mit 14,2 % im Vorwärtsgang.