Einen sehr schlechten Börsentag erlebt zum Abschluss der Woche die australische DroneShield. Das Papier ist je nach Börsenplatz zwischen 6,9 und 7,7 % nach unten gerauscht. Ein Verlust von elf Cent bringt die Aktie auf 1,30 bis 1,31 Euro.
Der Hauptgrund für den heutigen Kursrückgang dürfte die jüngste Anpassung der Umsatz- und Gewinnprognosen durch Jefferies sein. Für die Jahre 2026 bis 2028 geht die Investmentbank davon aus, dass die Umsätze um gut 9 % niedriger ausfallen werden als bislang erwartet. Beim Gewinn je Aktie werden Kürzungen zwischen 5 und 16 % prognostiziert. Das hat die Märkte offenbar verunsichert.
Allerdings befindet sich DroneShield ohnehin in einer sehr schwachen charttechnischen Verfassung. Mitte März war das Papier noch bei rund 2,55 Euro bewertet worden. Mit einem aktuellen Kurs von 1,30 Euro hat die Aktie inzwischen nahezu 50 % an Wert verloren. Betrachtet man den Chartverlauf, erfolgte dieser Rückgang nahezu linear. Zwar gab es einige kleinere Zwischenerholungen, unter anderem nach dem Großauftrag des US-Verteidigungsministeriums mit einem Volumen von knapp 25 Millionen US-Dollar Anfang Juni. Den übergeordneten Abwärtstrend konnten diese Impulse jedoch nicht stoppen.
Aktie ist down
Mit dem aktuellen Kurs von 1,30 Euro rückt nun eine wichtige Marke in den Fokus. Das Jahrestief liegt bei 1,29 Euro und wurde Ende Juni erreicht. Sollte die Aktie diese Marke nachhaltig unterschreiten, würden Charttechniker davon ausgehen, dass sich der Abwärtstrend weiter verschärfen könnte. Ob sich diese Einschätzung bewahrheitet, bleibt allerdings abzuwarten.
Auch die technischen Indikatoren sprechen derzeit eine klare Sprache. Sowohl zur 100-Tage-Linie als auch zur 200-Tage-Linie beträgt der Abstand rund 30 %. Aus Sicht technischer und charttechnischer Analysten spricht damit derzeit wenig für einen Einstieg. Entsprechend dürften sich auch viele algorithmische Handelssysteme weiterhin von der Aktie fernhalten.
Fraglich bleibt allerdings, ob DroneShield mit den kommenden Unternehmenszahlen einen Gegenimpuls setzen kann. Nach derzeitiger Planung wird das Unternehmen am 26. August seinen Halbjahresbericht veröffentlichen. Zudem wird Anfang September voraussichtlich ein Quartalsbericht erwartet. Diese Termine könnten die Gelegenheit bieten, dem anhaltenden Abwärtstrend etwas entgegenzusetzen.
Analysten bleiben hinsichtlich ihrer Kursziele zwar überwiegend optimistisch. Derzeit steht die Aktie jedoch einem ausgesprochen ausgeprägten Abwärtstrend gegenüber.
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