DroneShield nähert sich zum Wochenschluss der Marke von 1 Euro. Am Freitag gab der Titel um 0,7 % auf 1,04 Euro nach. Innerhalb von vier Wochen summieren sich die Verluste bereits auf mehr als 14 %. Nur noch vier Cent trennen den Kurs von der einstelligen Euro-Marke. Zusätzlichen Druck erzeugen die Leerverkäufer. DroneShield gehört auf Basis von ASIC-Daten zu den stärker geshorteten Unternehmen an der australischen Börse. Das Interesse der Shortseller fällt in eine Phase, in der der Hersteller von Drohnenabwehrsystemen zwar kräftig wächst, aber noch Verluste schreibt.
Die Zahlen waren relativ gut, aber bei weitem nicht gut genug
Im ersten Halbjahr 2026 steigerte DroneShield den Umsatz um 74 % auf 125,8 Millionen AUD. Unter dem Strich stand ein Verlust von 32,2 Millionen AUD. Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an seiner Umsatzprognose von 250 bis 270 Millionen AUD fest. Ein großer Teil davon ist bereits vertraglich abgesichert. Für 2026 kommt DroneShield inzwischen auf 251 Millionen AUD gesicherte Erlöse. Damit ist das untere Ende der Jahresprognose bereits erreicht. Weitere 46 Millionen AUD entfallen auf 2027 und spätere Jahre.
Die Nachfrage nach Drohnenabwehr bleibt hoch. Weltweit summierten sich öffentlich angekündigte Aufträge für Counter-UAS-Systeme in den ersten acht Monaten 2026 auf mehr als 53 Milliarden Dollar. In Deutschland plant die Bundesregierung zudem ein Schutzprogramm gegen Drohnenangriffe, Cyberattacken und andere Sabotageakte. Ein konkreter Auftrag für DroneShield ist damit bislang nicht verbunden.
Neue Produkte sollen dem Unternehmen zusätzliche Bestellungen erschließen. Mit RfRecon hat ein bestehender westeuropäischer Militärkunde erstmals die neue KI-gestützte Plattform bestellt. Die Auslieferung ist bis Ende 2026 vorgesehen, für das zweite Halbjahr läuft der Ausbau der Serienfertigung. Eine weitere Geschäftsmöglichkeit ergibt sich aus der Zusammenarbeit mit Anduril, COBS und Nokia. Das Konsortium bewirbt sich um ein europäisches Programm innerhalb der RE-ARM-2030-Initiative. Eine Auswahlentscheidung wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet.
Offen ist weiterhin die Untersuchung der australischen Finanzaufsicht ASIC. Hinzu kommen Fragen zu einer veränderten Beteiligung eines Großaktionärs. Ein Termin für den Abschluss der Untersuchung ist nicht bekannt.
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