Für DroneShield hat sich an den Börsen am Mittwoch zumindest formal etwas getan. Die Aktie ist um deutliche 4,9 % gestiegen und erreicht ein Kursniveau von 1,45 Euro. Dies dürfte möglicherweise auf eine neue Unternehmensmeldung zurückzuführen sein. So soll ein Auftrag der US-Armee ein Volumen von 24,9 Millionen US-Dollar haben.
DroneShield: Situation ist besser als das Bild
Diese Nachricht unterstreicht, dass das Unternehmen seine Reichweite bei der Auftragsakquise weiter ausbaut. Zuletzt hatte DroneShield zudem die Produktion in Europa aufgenommen. Das Unternehmen versucht damit, die Nachfrage nach seinen Anti-Drohnen-Systemen weltweit stärker zu bedienen.
Das bereits gesicherte Auftragsvolumen beläuft sich auf insgesamt rund 2,1 Milliarden australische Dollar. Das entspricht etwa dem Acht- bis Neunfachen des Umsatzes, der für das laufende Jahr erwartet wird. Operativ ist DroneShield damit für die kommenden Jahre vergleichsweise gut aufgestellt.
An den Börsen wird dies bislang allerdings kaum honoriert. Die Aktie ist in den vergangenen Monaten deutlich unter Druck geraten. Hintergrund sind die laufenden Untersuchungen der australischen Börsenaufsicht wegen möglicher Verstöße gegen Offenlegungspflichten. Diese Unsicherheit belastet die Stimmung am Markt weiterhin.
So hat die Aktie trotz des heutigen Kursgewinns innerhalb der vergangenen vier Wochen um 14,8 % nachgegeben. Seit Jahresbeginn liegt sie ebenfalls deutlich im Minus. Insofern befindet sich DroneShield weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld.
Auch die technischen Indikatoren zeichnen derzeit ein klares Bild. Die Aktie notiert deutlich unter wichtigen Trendlinien und befindet sich damit weiterhin in einem ausgeprägten Abwärtstrend. An solchen Signalen orientieren sich auch viele algorithmische Handelssysteme. Entsprechend fehlt derzeit noch der entscheidende Impuls für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung.
Dennoch zeigen Aufträge wie der jüngste Deal mit der US-Armee, dass sich das operative Geschäft weiterhin positiv entwickelt. Analysten gehen deshalb nach wie vor davon aus, dass die Aktie deutlich steigen kann. Der Kursgewinn am Mittwoch zeigt zumindest, dass der Markt auf positive Unternehmensnachrichten durchaus noch reagiert.
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