DroneShield zeigt derzeit ein Bild, das an der Börse nicht ohne Weiteres zusammenpasst. Während das Unternehmen wirtschaftlich deutliche Fortschritte erzielt und von der weltweit steigenden Nachfrage nach Drohnenabwehr profitiert, bleibt die Aktie weit hinter dieser Entwicklung zurück. Immerhin: Am Donnerstag ging es um 2,26 % aufwärts, die Aktie kam auf einen Kurs von 1,36 Euro. Damit ist sie indes formal noch im Abwärtstrend, es fehlen -30 % zur 100-Tage-Linie.

Droneshield: Das Geschäft läuft

Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählt weiterhin das Geschäft mit staatlichen Auftraggebern. Anfang Juni sicherte sich DroneShield einen Vertrag des US-Verteidigungsministeriums mit einem Volumen von bis zu 24,9 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig steigt der Wert wiederkehrender Erlöse. Im ersten Quartal wuchs das SaaS-Geschäft um 205 % auf 5,1 Millionen US-Dollar und entwickelt sich damit zunehmend zu einer wichtigen Ergänzung des bislang stark projektorientierten Geschäftsmodells. Langfristig strebt das Unternehmen einen Jahresumsatz von einer Milliarde US-Dollar an, wobei mehr als 30 % der Erlöse künftig aus wiederkehrenden Einnahmen stammen sollen.

Auch die Geschäftszahlen unterstreichen den anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg. Der bislang gemeldete Umsatz zum 1. Quartal war um 121 % auf 74,1 Millionen US-Dollar gestiegen, während die Zahlungseingänge mit einem Zuwachs von 360 % auf 77,4 Millionen US-Dollar noch deutlich stärker ausfielen. Hinzu kommen ein operativer Cashflow von 24,1 Millionen US-Dollar sowie liquide Mittel in Höhe von 222,8 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen arbeitet zudem schuldenfrei und erreichte auf Gesamtjahresbasis erstmals die Gewinnzone.

Nun wird es spannend. Die Zahlen zum 2. Quartal werden am 1.9. kommen. Die Erwartungen sind hoch, das Unternehmen lässt aber wenig Zweifel daran, dass diese erfüllt werden.

Für zusätzliche Zurückhaltung sorgen nur die hohe Leerverkaufsquote von mehr als 12 % sowie die laufende Untersuchung der australischen Finanzaufsicht ASIC zu Offenlegungspflichten und früheren Handelsaktivitäten. Analysten sind zuversichtlich mit hohen Kurszielen.