Die Aktie von DroneShield hat am Donnerstag etwas Auftrieb gezeigt. Die Notierungen sind um 1,8 % gestiegen. Derzeit werden für die Australier 1,37 Euro angezeigt. Das ist noch kein immenser Kursgewinn, zeigt aber zumindest, dass sich die Aktie derzeit nicht im freien Fall in Richtung eines Euro befindet, wie es zuvor von einigen Beobachtern befürchtet worden war.
Dennoch haben sich die Notierungen von DroneShield in den vergangenen Monaten insgesamt deutlich nach unten bewegt. Ein Blick auf die Börsentafeln zeigt, dass die Aktie im laufenden Jahr annähernd 30 % verloren hat.
Das liegt deutlich unter dem Niveau, das Analysten der Aktie derzeit zutrauen. Allerdings wird DroneShield nur von wenigen Analysten regelmäßig bewertet, sodass die vorhandenen Kursziele auf einer vergleichsweise schmalen Datenbasis beruhen.
Noch ist die DroneShield unter Druck der Aufsichtsbehörden!
Dennoch bleibt DroneShield aus Sicht fundamental orientierter Analysten offensichtlich deutlich attraktiver, als es die aktuelle Börsenbewertung vermuten lässt.
Im August will DroneShield seine Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. Derzeit sind die Märkte allerdings noch nicht bereit, die positiven Erwartungen mit steigenden Kursen zu honorieren. Die Veröffentlichung der Quartalszahlen könnte sich auch bis Anfang September erstrecken. Damit dürfte die Spekulation über die weitere Entwicklung noch einige Wochen anhalten.
Entsprechend ist auch weiterhin mit erheblichen Kursschwankungen zu rechnen. Die Volatilität der Aktie bleibt hoch.
Belastend wirken unter anderem die laufenden Untersuchungen der australischen Börsenaufsicht ASIC. Dabei geht es um die Frage, ob DroneShield im vergangenen Jahr gegen Offenlegungspflichten verstoßen hat. Der Markt kann derzeit nur schwer einschätzen, welche finanziellen Folgen sich daraus möglicherweise ergeben könnten. Offen ist insbesondere, ob dem Unternehmen Sanktionen oder Geldbußen drohen.
Rein wirtschaftlich betrachtet erscheint DroneShield derzeit allerdings eher unterschätzt als noch zu Beginn des Jahres. Die Umsätze dürften im laufenden Jahr deutlich steigen, und auch der Auftragsbestand entwickelt sich positiv. Bereits nach dem ersten Quartal waren mit rund 155 Millionen australischen Dollar mehr als die Hälfte des für das Gesamtjahr erwarteten Umsatzes vertraglich abgesichert.
Hinzu kommt eine Projekt- und Vertriebspipeline mit einem Volumen von mehr als zwei Milliarden AUD. Ob sich dieses Potenzial vollständig realisieren lässt, bleibt abzuwarten. Aus Sicht fundamental orientierter Analysten ist das Unternehmen jedoch – wie bereits beschrieben – deutlich mehr wert, als es die aktuelle Börsenbewertung widerspiegelt.
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