Einen weiteren schwachen Auftritt legte gestern die Aktie von DroneShield hin. Mehr als 6,2 % Verlust führten das Papier auf – je nach Börsenplatz – rund 1,08 bis 1,09 Euro. Damit richtet sich der Blick der Anleger inzwischen vor allem auf die Verteidigung der psychologisch wichtigen Marke von 1 Euro.

Charttechnisch befindet sich die Aktie in einer sehr schwachen Verfassung. Die Notierungen sind in den vergangenen vier Wochen bereits um rund 22 % gefallen. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus inzwischen auf etwa 36 %. Damit befindet sich die Aktie sowohl aus charttechnischer als auch aus statistischer Sicht klar im Abwärtstrend.

Börsenaufsicht ist auch noch nicht fertig

Für die anhaltende Schwäche gibt es mehrere Gründe. So steht das Unternehmen weiterhin im Fokus der australischen Börsenaufsicht. Diese untersucht Vorgänge aus dem Herbst des vergangenen Jahres, als unter anderem der CEO Aktien verkauft hatte. Dabei geht es um die Frage, ob DroneShield seinen Offenlegungspflichten ordnungsgemäß nachgekommen ist. Das Verfahren ist weiterhin offen, da bislang keine abschließende Entscheidung bekannt gegeben wurde. Allein diese Unsicherheit belastet die Stimmung und nährt die Sorge, dass dem Unternehmen im ungünstigsten Fall Konsequenzen drohen könnten.

Zusätzlich hat DroneShield mit den vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr neue Zweifel ausgelöst. Die endgültigen Ergebnisse sollen zwar erst Ende August veröffentlicht werden, dennoch zeichnet sich bereits jetzt ab, dass das Unternehmen in einigen Punkten hinter den Erwartungen zurückbleibt.

So sank die Bruttomarge von 65 % im ersten Halbjahr 2025 auf nunmehr 60 % im ersten Halbjahr des laufenden Jahres. Den Rückgang um fünf %punkte begründet das Unternehmen mit einem höheren Anteil von Produkten externer Zulieferer, wodurch zwangsläufig Margen abgegeben werden. An den Märkten wurde diese Entwicklung jedoch negativ aufgenommen.

Hinzu kommt, dass der Umsatz im zweiten Quartal rechnerisch unter dem Niveau des ersten Quartals gelegen haben dürfte. Nachdem DroneShield für das erste Quartal bereits rund 74 Millionen australische Dollar Umsatz gemeldet hatte, werden für das gesamte erste Halbjahr nun rund 125 Millionen australische Dollar erwartet. Daraus ergibt sich für das zweite Quartal ein Umsatz von lediglich gut 51 Millionen australischen Dollar.

Katastrophal erscheinen die Zahlen zwar nicht. Dennoch haben sie die Anleger offensichtlich enttäuscht. Vor dem Hintergrund der ohnehin schwachen charttechnischen Verfassung verstärkt dies den Verkaufsdruck zusätzlich. DroneShield kämpft derzeit sichtbar gegen eine negative Marktstimmung – und verfügt im Moment nur über wenige Argumente, um diese kurzfristig zu drehen.