Einen weiteren deutlichen Absturz musste die Aktie von DroneShield zuletzt hinnehmen. Nur ist die Aktie am Freitag mit 1,7 % nominal noch einmal geklettert und mit 1,05 Euro aus dem Handel gegangen. Das hilft indes noch immer nicht. Tatsächlich läuft die Aktie inzwischen unmittelbar auf die Marke von 1 Euro zu.

DroneShield: Hier hilft sehr wenig

Technisch betrachtet befindet sich DroneShield in einem klaren Abwärtstrend. Zum GD100 fehlen inzwischen 35,6 %. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt sogar 41,81 %. Innerhalb einer Woche hat die Aktie 6,51 % verloren. In den zurückliegenden vier Wochen ging es um rund 22 % nach unten.

Damit wird die Marke von 1 Euro jetzt besonders wichtig. Sollte DroneShield auch diese Schwelle unterschreiten, würde sich das charttechnische Bild noch einmal erheblich verschlechtern. Derzeit gibt es wenig, was auf eine schnelle Trendwende schließen lässt.

Dabei hatte DroneShield erst am 26. August neue Zahlen vorgelegt. Diese haben das Gesamtbild an der Börse allerdings nicht verändert. Das Unternehmen bestätigte für das laufende Jahr einen erwarteten Umsatz von 250 bis 270 Millionen AUD. Die Bruttomarge wurde mit 65 % angegeben und lag damit auf dem Niveau der ersten sechs Monate des vergangenen Jahres.

Das Problem liegt damit weniger in einem vollständigen Einbruch des operativen Geschäfts. DroneShield verfügt weiterhin über eine gut gefüllte Auftragspipeline. Die Börse bewertet die Aussichten derzeit trotzdem ausgesprochen skeptisch.

Zusätzlicher Druck kommt offenbar von der weiterhin hohen Short-Quote von ungefähr 15 %. Zahlreiche Investoren setzen damit auf weiter fallende Kurse. Aktuell gibt es keine belastbaren Hinweise darauf, dass diese Short-Positionen kurzfristig in größerem Umfang geschlossen werden. Damit fehlt auch von dieser Seite ein möglicher Impuls für eine schnelle Gegenbewegung.

Die jüngsten Geschäftszahlen konnten die Skepsis ebenfalls nicht beseitigen. Eine Umsatzprognose von 250 bis 270 Millionen AUD und eine nur angekündigte Bruttomarge von 65 % reichen dem Markt derzeit offensichtlich nicht aus, um den Kursverfall zu stoppen.

Neue Unternehmensnachrichten, die kurzfristig eine andere Bewertung auslösen könnten, lagen zuletzt nicht vor.