Gleich mehrere Analysehäuser haben ihre Erwartungen an den US-Kaffeebetreiber Dutch Bros nach unten angepasst. Trotz reduzierter Kursmarken halten die Experten an ihren positiven Anlageurteilen fest. Am Freitag beendete das Papier den Handel an der New York Stock Exchange bei 38,67 US-Dollar. Mit diesem Niveau liegt die Aktie nur 3,4 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 37,40 US-Dollar.
Mehrere Häuser stutzen Preisziele
Am Freitag nahmen Robert W. Baird und JPMorgan deutliche Zielkorrekturen vor. Robert W. Baird senkte das Kursziel von 82 auf 60 US-Dollar, bestätigte jedoch die Einstufung „Outperform“. Die Analysten von JPMorgan reduzierten ihre Zielmarke zeitgleich von 75 auf 60 US-Dollar und blieben bei ihrem Votum „Overweight“. Ergänzend dazu schraubte Oppenheimer das Ziel von 82 auf 66 US-Dollar zurück und beließ die Aktie ebenfalls auf „Outperform“.
Hinter den Anpassungen steht eine Neubewertung nach den jüngsten Quartalszahlen. Für das im August vorgelegte Quartal hatte Dutch Bros einen Umsatz von 550,85 Millionen US-Dollar gemeldet, was einem Zuwachs von 32,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresabschnitt entsprach.
Der Gewinn je Aktie belief sich auf 0,33 US-Dollar und übertraf den Marktkonsens von 0,29 US-Dollar. Auch wenn das operative Geschäft zulegt, preisen die Analysten offenbar eine vorsichtigere Bewertungsmultiplikator-Entwicklung ein.
Expansion setzt auf neue Filialformate
Parallel zur Kurszielrunde treibt die Kette Anpassungen am eigenen Betriebsmodell voran. Laut Berichten des Wall Street Journal erprobt Dutch Bros neben den klassischen Drive-through-Anlagen reine Walk-up-Standorte ohne Autoschalter.
Ein erster Teststandort nahe der University of Southern California in Los Angeles, der mit separaten Fenstern für Bestellung, Abholung und mobile Aufträge arbeitet, erreichte zwischenzeitlich das höchste Verkaufsvolumen im gesamten Filialnetz.
CFO Josh Guenser stellte weitere Eröffnungen dieses Formats in dicht besiedelten Regionen in Aussicht. Das Unternehmen zählte zuletzt über 1.200 Standorte und peilt bis zum Jahr 2029 insgesamt 2.029 Filialen an. Langfristig sieht das Management Potenzial für bis zu 7.000 Einheiten in den Vereinigten Staaten.
Neben organischem Wachstum sicherte sich der Konzern zuletzt 20 Standorte von Clutch Coffee in den Carolinas für rund 20 Millionen US-Dollar. Bei einer Bieterauktion um Liegenschaften der insolventen Kette Salad & Go zog Dutch Bros dagegen gegenüber dem Rivalen 7 Brew den Kürzeren.
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