UBS hat die Kaufempfehlung für DWS am Montag mit einem Kursziel von 76 Euro bestätigt. Medienberichten zufolge verwies Analyst Michael Werner auf positive Zuflüsse bei Vermögensverwaltern und erwartete für DWS im Oktober 590 Millionen Euro Zuflüsse in aktiv verwaltete Fonds.
Unterschiedliche Bewertungen nach den Zahlen
Der optimistische UBS-Kommentar wurde in der Börsenberichterstattung als Unterstützung für den jüngsten Aktienanstieg genannt. Ein einzelner Auslöser der Bewegung ist damit allerdings nicht belegt. Die von Werner genannte Summe ist eine Erwartung, keine von DWS gemeldete Oktober-Bilanz.
Goldman Sachs hatte das Kursziel am 29. Oktober dagegen von 67 auf 64 Euro gesenkt und die Verkaufsempfehlung beibehalten. Damit kamen die beiden Häuser nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen zu unterschiedlichen Anlageurteilen.
DWS hatte vor rund zwei Wochen für das dritte Quartal 2026 Rekord-Nettomittelzuflüsse von 30,9 Milliarden Euro gemeldet. Davon entfielen nach Unternehmensangaben 16,6 Milliarden Euro auf langfristige Nettomittelzuflüsse.
Die Erträge erreichten im Berichtsquartal 784 Millionen Euro, ein Anstieg um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Vorsteuergewinn betrug 325 Millionen Euro. Laut dpa-AFX verfehlten sowohl Erträge als auch Gewinn die Analystenerwartungen; die Aktie geriet nach der Veröffentlichung unter Druck.
Ausblick bleibt an Marktumfeld gebunden
Das Kosten-Ertrags-Verhältnis erhöhte sich zugleich von 57,7 auf 58,6 Prozent. Für die ersten neun Monate 2026 meldete DWS hingegen einen Vorsteuergewinn von 1,01 Milliarden Euro. Dieser lag nach Unternehmensangaben um 11 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert.
DWS bestätigte bei der Zahlenvorlage den Ausblick aus dem Geschäftsbericht 2025. Diese Bestätigung stand ausdrücklich unter der Annahme eines unterstützenden Marktumfelds.
Stand heute, 8. November: DWS – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in DWS investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 8. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

