UBS-Analyst Michael Werner erwartete am Montag für DWS im Oktober Zuflüsse von 590 Millionen Euro in aktiv verwaltete Fonds. Das Analysehaus bestätigte zugleich seine Kaufempfehlung und das Kursziel von 76 Euro. Werner zufolge entwickelten sich die Zuflüsse bei Vermögensverwaltern trotz einer Abschwächung im Anleihengeschäft positiv.
Die Oktober-Einschätzung ist eine Erwartung des Analysten. DWS selbst hatte vor gut einer Woche Rekord-Nettomittelzuflüsse für das dritte Quartal gemeldet.
Rekordzuflüsse, aber enttäuschender Gewinn
Die gesamten Nettomittelzuflüsse erreichten im dritten Quartal 2026 nach Unternehmensangaben EUR 30,9 Mrd. Für die ersten neun Monate summierten sie sich einschließlich Cash-Produkten und Advisory Services auf EUR 66,7 Mrd.
Beim verwalteten Vermögen meldete DWS zum Ende des dritten Quartals einen Höchststand von EUR 1.221 Mrd. Die Erträge erreichten im Neunmonatszeitraum EUR 2.378 Mio.
Das Vorsteuerergebnis belief sich in diesem Zeitraum auf EUR 1.006 Mio. und übertraf den Vorjahreswert um 11 Prozent. Dennoch berichtete dpa-AFX, der Gewinn habe enttäuscht.
Das den DWS-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug im dritten Quartal EUR 230 Mio. Gegenüber dem Vorquartal entsprach das einem Rückgang um 3 Prozent.
Neue Marke und langfristiger Vertrieb
Neben dem Mittelzufluss stehen angekündigte Veränderungen des Marktauftritts an. DWS hatte am 8. September angekündigt, ab November 2026 schrittweise „Deutsche Asset Management“ als globale Markenidentität einzuführen. Der Rollout soll bis März 2027 abgeschlossen sein. Muttergesellschaft und Börsenkürzel DWS bleiben vorerst unverändert.
Am 26. Oktober verlängerte die Deutsche Bank ihre Vertriebspartnerschaft mit Zurich bis Ende 2042. Auch die Zusammenarbeit von Zurich mit DWS soll langfristig fortgesetzt werden.
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