Rekordzuflüsse, aber ein Gewinn, der die Erwartungen verfehlt: Die Fondstochter der Deutschen Bank liefert im dritten Quartal ein gemischtes Bild. Das Geschäft wächst, die Profitabilität hinkt hinterher.

Zuflüsse auf Rekordniveau

Von Juli bis September flossen DWS netto 30,9 Milliarden Euro an frischem Geld zu, so viel wie nie zuvor in einem Quartal. Treiber war vor allem das passive Geschäft mit 15,8 Milliarden Euro, dazu kamen Cash-Produkte mit 13,9 Milliarden Euro. Über neun Monate summieren sich die Nettozuflüsse auf 66,7 Milliarden Euro.

Das gesamte verwaltete Vermögen erreichte zum Quartalsende mit 1.221 Milliarden Euro ebenfalls einen Höchstwert.

Ergebnis hinter den Erwartungen

Beim Ertrag fiel das Wachstum dagegen deutlich schwächer aus als von Analysten im Schnitt erwartet. Die Erträge stiegen im Quartal um vier Prozent auf 784 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn legte um zwei Prozent auf 325 Millionen Euro zu, der Überschuss um fünf Prozent auf 230 Millionen Euro.

Die Kosten zehrten einen größeren Teil der Einnahmen auf. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich im Jahresvergleich von 57,7 auf 58,6 Prozent. Über neun Monate liegt die Quote bei 57,7 Prozent und damit noch oberhalb der Zielspanne von 55 bis 57 Prozent für 2026.

Die Konzernspitze hatte angekündigt, dass erfolgsabhängige Erträge vor allem im ersten und vierten Quartal anfallen dürften. Entsprechend hält Vorstandschef Stefan Hoops an den Jahreszielen fest. Der Gewinn je Aktie soll um 10 bis 15 Prozent steigen. In den ersten neun Monaten kamen bereits 16 Prozent zusammen. Die Prognose steht allerdings unter der Annahme eines unterstützenden Marktumfelds.

Neue Marke, neuer Zukauf

Strategisch setzt DWS parallel Akzente. Ab November 2026 soll die globale Marke „Deutsche Asset Management“ eingeführt werden. Zudem hat das Unternehmen den Erwerb des Immobilienmanagers Peakside Capital Advisors vereinbart.

Die Aktie lag am Morgen leicht im Minus. Auf Sicht von einem Jahr steht dennoch ein Plus von rund 24 Prozent zu Buche. Heute findet die Telefonkonferenz für Investoren und Analysten statt. Dort dürfte sich zeigen, wie das Management den geplanten Kostenpfad bis zum Jahresende untermauert.