Die DWS-Aktie legte heute kräftig zu und kletterte zeitweise bis auf 62,35 Euro – nur noch gut fünf Prozent unter dem Rekordhoch von 65,80 Euro, das Anfang Februar markiert wurde. Mit einem Plus von zuletzt 3,7 Prozent auf 61,55 Euro führte der Titel die Gewinnerliste im MDAX an. Hinter dem Kurssprung steckt eine deutliche Neubewertung durch die Schweizer Großbank UBS.

UBS dreht auf Kaufen

UBS-Analyst Michael Werner hob seine Einstufung von „Neutral“ auf „Buy“ an und schraubte das Kursziel gleichzeitig von 56 auf 70 Euro nach oben. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 14 Prozent vom aktuellen Niveau. Werner begründet seinen Optimismus mit drei zentralen Faktoren: Die Quartalsergebnisse der Deutsche-Bank-Tochter seien deutlich stärker ausgefallen als erwartet, das Management habe niedrigere Kosten in Aussicht gestellt und die Ausschüttungspläne zeigten sich außergewöhnlich großzügig.

Höhere Gewinnschätzungen bis 2028

Die positiven Signale veranlassten Werner dazu, seine Prognosen für das Ergebnis je Aktie bis zum Jahr 2028 um bis zu zwölf Prozent anzuheben. Das ist eine bemerkenswerte Anpassung, die zeigt, wie deutlich sich die Perspektiven für die Fondsgesellschaft aufgehellt haben. Die Aktie hatte am vergangenen Freitag noch ein Zwischentief seit vier Wochen markiert – von diesem Rücksetzer konnte sich der Titel nun klar absetzen.

Für Anleger dürfte interessant sein, dass die DWS damit zu den wenigen deutschen Finanzwerten zählt, die aktuell wieder in Reichweite ihrer Höchststände notieren. Der Abstand zum Februar-Rekordhoch schmilzt zusehends.