Jahrelang kannte e.l.f. Beauty nur eine Richtung: steil nach oben. Jetzt bekommt die Wachstumsgeschichte Risse. Morgan Stanley zweifelt an der Dominanz des Kosmetik-Herausforderers im US-Markt.

Schwindende Marktanteile belasten

Die Analysten senkten ihr Rating von „Overweight“ auf „Equalweight“. Flankierend dazu fiel das Kursziel von 80 auf 67 US-Dollar. Die Experten beobachten schwindende Marktanteile im heimischen Kerngeschäft.

Dieser Rückgang zeigt sich sowohl beim Umsatz als auch bei den verkauften Stückzahlen. In den kommenden Monaten könnte sich dieser Trend verschärfen. Bisher glänzte das Unternehmen durch ein Wachstum weit über dem Marktdurchschnitt.

Zölle und Insiderverkäufe

Der US-Markt wird schwieriger. Steigende Kosten belasten die Bilanz. Rund 75 Prozent der Produkte stammen aus China. Mögliche US-Einfuhrzölle könnten das Unternehmen jährlich etwa 50 Millionen Dollar kosten.

Das Management reagiert. CEO Tarang Amin verkaufte zuletzt rund 35 Prozent seiner Anteile. Er veräußerte über 50.000 Aktien im Rahmen eines festen Handelsplans. Solche Schritte sorgen in volatilen Phasen oft für Unruhe.

Strategiewechsel zur Premiummarke

Um neues Wachstum zu sichern, kaufte e.l.f. Beauty die Hautpflegemarke rhode. Der Preis lag bei rund einer Milliarde Dollar. Die Marke soll im laufenden Geschäftsjahr bis zu 265 Millionen Dollar zum Umsatz beitragen.

Ende Mai legt das Unternehmen neue Quartalszahlen vor. Diese Berichte liefern Klarheit über die Stabilität der Marktanteile. Zusätzlich rückt der Erfolg von rhode in den Sephora-Filialen in den Fokus. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Management ein Umsatzwachstum von rund 23 Prozent.